Trends 2023

Trends 2023

Schön, dass du wieder reinhörst, in eine neue Episode der Wohnsprechstunde. Zuerst wünsche ich dir noch ein frohes neues Jahr 2023. Und genau zum Jahresbeginn dauert es ja bekanntlich nicht lange, bis die ganzen neuen und hippen Trends um die Ecke kommen.

Heute möchte ich also die Gelegenheit nutzen und dir zumindest meine Einschätzung zu den Trends 2023 näher bringen.

Was ich sehr schön und begrüßenswert finde, ist dass das Thema gesunde Materialien und natürliches Wohnen einen immer größeren Stellenwert einnimmt.

Deshalb wird der Trend zu den nachhaltigen und natürlichen Materialien sicher etwas länger bleiben und wir werden tolle Produkte sehen.

Langfristig geplanter Wohnraum

Ebenso werden zeitlose und damit langfristig geplante Wohnräume an beliebtheit zunehmen. Es freut mich zu sehen, dass es endlich eine art Gegenbewegung zu der unsäglichen Wegwerfkultur im Bereich Möbel und Wohnaccessoires geben wird. Da schnelllebige Trends sowieso niemals die Grundlage für eine gesamte Raumplanung sein sollten, darf der Trend der Zeitlosigkeit auf jeden Fall noch mehr zelebriert werden.

Dazu passt auch nahtlos das Trendthema Bedarfsorientiertes Design. Immer mehr Menschen wünschen sich ein passend auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Zuhause, das auch ihre Persönlichkeit wiederspiegelt. In dem alles genau so funktioniert wie es zu dir und deinem Leben passt. Und eben einfach zeigt, wer da lebt und zuhause ist.

Du liebst Filme aber keine großen Dinnerpartys? Wieso nicht dein Wohnzimmer so gestalten, dass es jederzeit zum Heimkino werden kann?

Du kochst für dein Leben gerne und deine Zeit verbringst du fast ausschließlich in der Küche? Dann darf dieser Bereich auch den absoluten Fokus bekommen und mit einigen Innovationen auffahren, die eben nicht jeder hat.

Oder dein ganzer Stolz ist eine Bücher- oder Whiskysammlung? Dann darf dafür ein eigener Raum her, in dem du sie genießen darfst. Genau deshalb haben generische Grundrisse und vorgefertigte 08/15 Designkonzepte ausgedient. Es macht viel mehr Spaß ein individuelles Wohnerlebnis zu haben, als in der 1000ten identischen Version eines Hauses von der Stange zu leben.

Mehr Bewusstsein für eine gesunde Umgebung

Was ich mir darüber hinaus als langlebigen Trend wünsche? Dass Menschen ihre Gesundheit auch in Bezug auf ihre Wohn- und Arbeitsumgebung priorisieren und sich auch mehr den langfristigen Folgen schlecht eingerichteter Home-Offices bewusst werden. Seit diese beiden Bereiche immer mehr zu einem verschwimmen, ist es umso wichtiger mit einer guten Struktur und Einrichtung dafür zu sorgen, dass du auch nach Feierabend wieder abschalten und deine Wohnbereiche als Ort der Entspannung genießen kannst.

Ebenso wie die Ablenkungen während der Arbeitszeit zu minimieren und ein effektives Arbeitserlebnis zu ermöglichen. Diesen Spagat zu schaffen, ist alleine gar nicht so einfach. Also ist hier die Hilfe eines Experten immer eine gute Wahl. Mehr Infos dazu findest du in dieser Podcastepisode:

Mit einem Home-Gym den Schweinehund überlisten

Ein Home-Gym könnte eine weitere gute Erweiterung der eigenen 4 Wände sein und ist eine Investition wert. Denn in der heutigen Zeit mit ihren Arbeitsanforderungen und Zeitmangel, leidet oft die Motivation abends auch noch den Weg ins Fitness Studio anzutreten. Und ab Februar nimmt die Zahl der Passivmitglieder in den Fitnesstudios wieder ordentlich zu. Da ist ein eigenes kleines Home-Gym, dass genau mit dem passenden Equipment für deine Lieblingstrainings daher kommt, doch ein sehr gutes Investment in die Gesundheit und deine Zeit. Und als Physiotherapeutin bin ich zudem gerne an deiner Seite, wenn es um die Wahl der richtigen Geräte geht.

Trend 2023 Home-Gym
Idee für ein Home-Gym mit individueller Ausstattung

Du siehst also meine Trends 2023 ist quasi ein Trend gegen Trends und das ist genau das was ich dir heute mitgeben möchte. Lass dich nicht von irgendwelchen schnelllebigen Trends verunsichern und bitte schon gar nicht von Farbtrends. Uaghh! Ja mich hat´s grad geschüttelt. Das wird schiefgehen und führt auch langfristig gesehen zu einer unfassbaren Material und Ressourcenverschwendung. Im schlimmsten Fall lässt es dich enttäuscht und desillusioniert zurück, wenn dein Ergebnis auch noch nicht so aussieht wie im hippen Instareel oder Pinterestbord versprochen.

Investiere in 2023 lieber in eine grundlegende Bedarfsanalyse und ein Bedürfnisorientiertes, zeitloses Design, an dem du ganz lange Freude haben darfst. Das genau zu dir und deinem Leben passt und das nicht schon zigmal da war und aussieht wie jeder zweite Möbelhauskatalog.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen erfolgreichen und tollen Start in ein spannendes Jahr 2023 und ich freue mich, wenn du wieder reinhörst wenn es wieder heißt “Wohnsprechstunde”. Bis dahin mach es gut

deine Kathrin

Podcast Episode 16 – Wie ein Geschirrspüler einen Polizeieinsatz auslöste

Podcast Episode 16 – Wie ein Geschirrspüler einen Polizeieinsatz auslöste

Schön dass du reinhörst in eine weitere Episode von Wohnsprechstunde, wo ich dir heute eine beinahe unglaubliche Geschichte erzählen werde.

Alles fing damit an, dass ich neulich einen Zeitungsartikel aus unserer Region in die Hände bekam in dem eine beinahe schon Comedy-reife Story zu lesen war. Es ging um eine junge Frau, die von der Polizei aus einer etwas misslichen Lage befreit werden musste.

Was war da los?

Es fing damit an, dass sich besagte junge Frau in ihr Badezimmer begab. Soweit so unspektakulär magst du jetzt denken. Aber was dann passierte kann man sich echt nicht ausdenken, das muss man schwarz auf weiß gelesen haben.

Der Geschirrspüler, war genau in dem Moment fertig mit seinem Spülprogramm, in dem Sie sich im Badezimmer befand. In der heutigen Zeit sind diese Geräte ja häufig “smart”. Das bedeutet, der Geschirrspüler hat sich nach Beendigung des Spülprogramms selbst geöffnet und die Tür heruntergeklappt. Da das Badezimmer, in dem sich die junge Frau befand, direkt an die Küche anschließt und aufgrund seiner wohl ungünstigen Lage und Größe eine Türe besitzt, die nach außen öffnet, versperrte die geöffnete Türe des Geschirrspülers, ihr den Ausweg aus dem Badezimmer.

In dieser Situation blieb der ärmsten nichts anderes übrig, als die Polizei zu verständigen, die ihr dann mithilfe der Feuerwehr aus dem Badezimmer half.

Was für ein Aufwand und was für eine unangenehme Situation oder?

Wie konnte es denn zu so einer dämlichen Verkettung von Ereignissen kommen, fragt man sich.

Ich frage mich vor allem, wer hat diesen horrenden Blödsinn geplant. Offenbar ein Laie, der keine Lust oder kein Geld hatte einen fachlichen Rat einzuholen. Immer wieder erlebe ich Menschen, die meinen “das bisschen Planung” kriege ich auch selber hin.

Was daraus resultiert, sehen wir hier in spektakulärer Form.

Versteh mich nicht falsch, ich möchte hier niemanden in die Pfanne hauen und bin sicher, es hatten alle nur die Besten Absichten. Aber solche Fehlplanung lösen bei mir einfach immenses Kopfschütteln aus. Nun ja, mein Kredo ist ja lösungsorientiertes Handeln und deshalb schauen wir uns mal genauer an, was da schief gegangen ist. Dann lernen wir sogar noch etwas aus dieser Situation.

Zuerst ist eine Badezimmertüre, die nach außen öffnet eine sehr dämliche Idee. Auch wenn wenig Platz ist, sollte das wo auch immer möglich vermieden werden. Allem voran wegen der Gefahr die Türe jemandem entgegen zu öffnen, der gerade auf dem Flur vorbeigeht oder auf die Tür zukommt. Der richtige Türanschlag dient also in erster Linie der Unfallverhütung.

Und das zweite große Dilemma in dieser Geschichte: Die Küchenplanung.

Wer auch immer das getan hat, war entweder Komiker oder hat schlicht und einfach nicht weiter gedacht, als von der Wand bis zur Tapete.

Vermutlich war ein Laie am Werk, der sich nicht auskannte. Denn wir Planer und Designer sehen Dinge nicht nur von außen, sondern denken uns tief in die Abläufe und Funktion von Räumen hinein. Es passiert mir regelmäßig, dass mir ein Kunde sagt “an was du alles denkst”… ja, denn wenn nicht, stehen meine Kunden nachher da mit einer Situation, die absolut vermeidbar gewesen wäre.

Es kann sogar ein Küchenplaner gewesen sein, der altes Planmaterial bekommen hat, in dem der Türanschlag anders verzeichnet war. Was unwahrscheinlich ist, da die meisten Küchenstudios jemanden schicken um das Aufmaß zu nehmen. Spätestens da hätte diese Kollision auffallen müssen.

Das Problem bei diesen Planungen durch ein Küchenstudio ist aber auch, dass außer der Küche keine weiteren Aspekte der Gesamtgestaltung berücksichtigt werden. Deshalb plädiere ich immer für einen Interior Designer oder Planer, der das Gesamtbild kennt und alle Faktoren berücksichtigen kann.

Was lernen wir also daraus?

Also nochmal, wenn du bei dieser Geschichte ein wenig schmunzeln konntest freut es mich. Was mir aber viel wichtiger ist, ist dass du hoffentlich erkannt hast, dass die Zusammenarbeit mit einem guten Designer unangenehme Zwischenfälle wie den eben geschilderten absolut vermeiden kann.

Lieber gleich richtig und dafür am Anfang ein bisschen mehr Geld in die Hand nehmen und jemanden mit echtem Know how engagieren, als später mit einem derart unangenehmen Makel zurecht kommen zu müssen.

Das Ganze zu beheben ist nämlich auch nicht so einfach und erfordert wieder einen finanziellen und zeitlichen Aufwand, wenn es überhaupt möglich ist, dieses planerische Debakel ohne komplette Neukonzeption aufzulösen. Die Rechnung für die Öffnung der Wohnungs-Türe und den Schrecken musste die betroffene Mieterin hoffentlich nicht alleine verdauen.

Wenn du Bereiche in deinen Wohnräumen hast, die dir Kopfzerbrechen bereiten oder du dich vor solchen Fehlkäufen und Fehlplanungen schützen möchtest. Vor allem bei so teuren Bereichen wie Küche und Badezimmer, dann sei klug und schau gerne in mein Angebot für Wohnraumgestaltung.

Oder schreib mir eine E-Mail an info@ks-wohndesign.com, wenn du Fragen oder ein konkretes Anliegen hast. Ich bin gerne für dich da und löse dein Designdilemma für ein unbeschwertes Wohngefühl in deinem perfekten Zuhause.

Vielen Dank fürs Zuhören bei dieser Episode aus der Kategorie “kannst du dir nicht ausdenken” und bis zum nächsten mal, wenn es wieder heißt “Wohnsprechstunde”.

Ach ja und behalte den Geschirrspüler im Auge…. man weiß nie, wann die das nächste Mal angreifen.

In diesem Sinne….

Bis bald deine Kathrin

Podcast – Interview ganzheitliche Gesundheit mit Angret Rafalski

Podcast – Interview ganzheitliche Gesundheit mit Angret Rafalski

In dieser Episode habe ich wieder einen tollen Interviewgast. Mit „Gesundheitsdetektivin“ Angret Rafalski spreche ich über ganzheitliche Gesundheit und wie das Thema Wohnen und Slow Living dazu beiträgt. Angret berichtet unter anderem auch von einem spannenden Tiny House Projekt, dass sie mit ihrer Familie plant. Es verspricht also interessant zu werden.
Wenn du mehr über Angret und ihre Arbeit als Gesundheitsdetektivin erfahren möchtest, kannst du gerne hier ihre Website besuchen:

https://gesundheitsdetektivin.de/

Meinen Gastartikel zum Thema „Wie die richtige Wohnumgebung zur Gesunderhaltung beiträgt“, findest du hier:

https://gesundheitsdetektivin.de/wie-die-richtige-wohnumgebung-zur-gesunderhaltung-beitraegt/

Den Blogartikel zum Thema Dankbarkeit den wir in der Episode erwähnen, findest du hier:

https://gesundheitsdetektivin.de/dankbarkeit-und-gesundheit/

Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt „Wohnsprechstunde“

Wenn du gerne ein ganzheitliches Wohnkonzept für dein Zuhause möchtest, dann buche dir am besten meine Online-Interior-Design Beratung oder schreibe mir eine E-Mail info@ks-wohndesign.com und wir besprechen die Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Podcast – Dein Home-Office mit Wohlfühlfaktor

Podcast – Dein Home-Office mit Wohlfühlfaktor

In diese Episode der Wohnsprechstunde, möchte ich dir ein paar Tipps und Gedanken zum Thema Home-Office Gestaltung mitgeben.

Mein wichtigster Gedanke hierbei ist folgender:

“Arbeitszeit ist Lebenszeit und die sollten wir an schönen Orten verbringen”.

Was macht diese Aussage mit dir?

Hast du einen Arbeitsplatz an dem du dich schon richtig wohlfühlst und an dem du gerne deine Arbeitszeit aka Lebenszeit verbringst?

Falls nicht, lautet die gute Nachricht, du kannst das ändern. Wenn ja, herzlichen Glückwunsch, du bist einen großen Schritt näher am Ziel des gesunden Arbeitens.

Viele denken bei gesundem Arbeiten oder gesunden Arbeitsräumen an rein funktionell gestaltete, ergonomisch perfekt ausgestattete Büros.

Ergonomie ist ein super wichtiger Faktor und wird leider häufig so katastrophal falsch angegangen, dass es mir als Physiotherapeutin alle Haare zu Berge stehen lässt. Wird der Begriff doch allzu schnell in allen möglichen Zusammenhängen verwendet. Da werden dann Stauraumlösungen vorgeschlagen, die “vom Bürostuhl aus” erreichbar sind.

Aha… das ist zweifelsfrei effizient und sorgt für schnellere Zugriffszeiten. Mit Ergonomie im eigentlichen Sinne hat das jedoch nichts zu tun. Ergonomie bedeutet, die Umgebung so zu optimieren, dass der Körper eine Tätigkeit ausführen kann, ohne dabei Schaden zu nehmen. Kurz sowie auch langfristig. Dauerhaftes Sitzen und alles vom Bürostuhl aus erreichen zu können, gehören da definitiv nicht dazu.

Leider werden hier ergonomische und effiziente Zielsetzungen unqualifiziert vermischt.

Wenn dann auch noch diese unsäglich dämlichen “Ergonomie-Modelle” als Anleitung genutzt werden, bin ich endgültig raus. Wie der Begriff “Modell” schon implementiert, ist das Ganze nämlich gar nicht auf die individuellen körperlichen Gegebenheiten ausgelegt. Es zeigt lediglich einen standardisierten Durchschnitt. Aber hey jeder hat ja nach statistischen Erhebungen auch 1,5 Kinder und verdient durchschnittlich 2,500€/Monat. Blödsinn oder?

Exakt.

Aber ich will dich gar nicht mit diesem kleinen Ausflug in die lustige Welt fehlinformierter Ergonomie-Berater entführen, sondern dir Lösungen zeigen.

Alles beginnt mit dem Bürostuhl

Wichtig ist auf jeden Fall ein guter Bürostuhl. Ohne den geht es nicht. Tolle Schreibtisch-Sessel die sich super schick auf Instagram präsentieren lassen, Gymnastikbälle oder auch hochgepriesene federnde Hocker sind nämlich nicht die Lösung um am Büroarbeitsplatz langfristig gesund zu bleiben.

In meinem Kurs lernst du übrigens welche Bürostühle ich empfehle und wie du diese richtig einstellen kannst. Da geht nämlich deutlich mehr als nur hoch und runter. Darüber aber später mehr.

Der Schreibtisch ist ja mindestens die andere Hälfte der Gleichung. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn du ein höhenverstellbares Modell zur Verfügung hättest. Wenn nicht, gibt es aber auch hier tolle Optionen mit Schreibtischaufsätzen. Einen Link zu einem interessanten Favoriten Standsome findest du hier.

Jetzt aber Schluss mit diesen nüchternen Elementen. Eine Ergonomie-Beratung allein ist nämlich nicht die Lösung. Was ist mit der Athmosphäre?

Lass es mich so sagen. In einer weißen Box mit 4 Wänden lässt es sich ungefähr so entspannt arbeiten, wie in einer Zahnarztpraxis. Wenn du nicht gerade zu den paar Prozent gehörst, die tatsächlich gerne zum Zahnarzt gehen, dann war dir dieser Gedanke jetzt vermutlich eher unangenehm oder?

Und das ist nur natürlich, denn Weiß ist nicht nur der ultimative Blender unter den Farben, es ist auch erstaunlicherweise die Farbe, die am ehesten Depressionen unterstützt. Abgefahren? Allerdings.

Deshalb lege dir ein angenehmes Farbkonzept zu. Warme Grautöne, ein sanftes Grün oder auch erdige Töne schaffen eine gemütliche Athmosphäre. Nicht zu kräftig und keine zu grellen Kontraste sind hier eine gute Wahl. Achte auch darauf, dass du deine Textilien, wie Vorhänge und Kissen oder Teppiche in dieses Farbkonzept mit einbeziehst.

Pauschale Aussagen zu Farbgestaltungen sind fast unmöglich zu treffen, da hier die Faktoren Licht und Raumgröße sowie Bodenbelag und Wandbeschaffenheit eine große Rolle bei der finalen Wirkung spielen. Wenn du hierbei Hilfe brauchst schreib mir gerne.

Wenn du nun also die Ergonomie und die farbliche Gestaltung deines Arbeitsplatzes angeschaut hast, bleiben noch ein paar wichtige Dinge die oft vergessen werden.

Da gibt es aber noch mehr

Ich nenne sie auch gerne die unsichtbaren 3

  • Licht,
  • Luft,
  • Akustik.

Beim Licht geht es hauptsächlich darum, deine Konzentration und Leistungsfähigkeit zu unterstützen, aber auch um deinen gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus. Dass Licht auf unser Hormonsystem einwirkt, ist vielen unbekannt. Aber es hat einen Grund, warum so viele Menschen, die tagtäglich in ungünstig beleuchteten Büros arbeiten, an Schlafstörungen leiden.

Wir brauchen ein, an den Tageslichtverlauf angepasstes Beleuchtungssystem, um langfristig gesund zu bleiben. Zudem schont die richtige Beleuchtung unsere Augen und fördert die Konzentration.

Beim Thema Luft bzw. Raumklima geht es vor allem darum schädliche Einflüsse auf unsere Atemwege aber auch unser größtes Organ, die Haut, zu reduzieren.

Schadstoffe aus Möbeln, Textilien und Feinstäube aus Druckern und Kopierern sind die größten Gefahrenquellen im Büroumfeld. Hier gibt es wichtige Kriterien auf die man achten sollte. Teppiche die mit billigen Klebstoffen verlegt wurden, können sogar über Jahre noch bedenklich die Raumluft belasten. Ebenso Laminatböden und chemisch behandelte und gefärbte Textilien, um nur ein paar zu nennen. Also Augen auf bei der Materialwahl.

Luftreinigungssysteme und bestimmte Pflanzen, sowie eine bedachte Auswahl der Materialien helfen hier, die schädliche Wirkung zu reduzieren. Und nur am Rande bemerkt…. Siegel sind keine hundertprozentige Garantie. Denn nicht alles, was nicht unmittelbar zum Tod, führt ist auch gesund. Nur weil ein Grenzwert nicht überschritten wird, bedeutet das noch nicht, dass es langfristig nicht doch zu Problemen kommen kann. Blindes vertrauen auf Gütesiegel kann also auch tückisch sein.

Die richtige Akustik sorgt für Wohlbefinden

Beim Punkt Akustik sind wir dann an einem Punkt angelangt, der so wichtig ist und oft nur unbewusst wahrgenommen wird. Wenn wir uns in einem Raum aufhalten, der akustisch ungeschickt ausgestattet ist, fühlen wir uns nicht wohl. Unser Gehör ist ein tolles Instrument und kann vieles kompensieren. Sich aber langfristig in einem ungünstigen Umfeld mit zu viel Schall und Echo aufzuhalten, kann Folgen haben. Vor allem löst es Stress aus und sorgt für eine gesteigerte Adrenalinproduktion, da wir auf diesen Geräuschpegel mit Fluchtinstinkt reagieren. Das ist zwar natürlich aber im Arbeitsumfeld wenig förderlich.

Deshalb solltest du darauf achten schallharte Oberflächen wie Stein, Metall und Glas mit schallweichen Oberflächen wie Stoff, Teppich, gepolsterten Möbeln oder mit Pflanzen abzuschwächen und auszugleichen.

Beim Thema Dekoration im Büro gehen die Geschmäcker auseinander. Ich denke hier ist weniger mehr. Ein paar ausgewählte Dinge, die du gerne um dich herum hast und die nicht allzuviel deiner Konzentration ablenken, sind durchaus gut für den Wohlfühl-Faktor. Wichtig ist jedoch “Gerümpel” zu vermeiden. Ich bin ja eine große Verfechterin von geschlossenem Stauraum, da das Thema visueller Lärm häufig nicht erkannt wird.

Beim visuellen Lärm geht es vor allem darum, dass die unterschiedlichen Formen, Farben und Texturen von Gegenständen ebenfalls Stress auslösen und für Ablenkung sorgen können. Auch das ordentlichste Bücherregal kann dazu beitragen, da die Bücher alle unterschiedlich in Form, Größe und Einbandfarbe sind.

Mit geschlossenem Stauraum wirkt das Büro aufgeräumter und einladender. Betrachte dich ruhig auch einmal als Besucher in deinem eigenen Büro. Wie würdest du dich fühlen?

Ich hoffe diese Denkanstöße und Tipps helfen dir schonmal weiter. Wenn du dein Home-Office besser gestalten möchtest und deinen Wohlfühlfaktor steigern willst, dann ist mein Onlinekurs zum Selbstlernen “Feelgood im Home-Office” ganz sicher ein guter Anfang. Hier lernst du, die in dieser Episode angesprochenen Kriterien der Ergonomie, Raumklima, Lichtplanung, Stauraum und natürlich auch gesunde Arbeitsgewohnheiten für dich umzusetzen und dein Büro zu einem besseren Ort zu machen. Als Physiotherapeutin und Interior Designerin begleite ich dich dabei gerne mit meinem Wissen und meiner Erfahrung. Das Beste aus beiden Welten sozusagen.

Weitere Infos zum Kurs findest du über den folgenden Link.

Nun wünsche ich dir viel Erfolg beim verbessern deiner Home-Office Situation und freue mich natürlich wenn du das nächste mal wieder dabei bist, wenn es heißt Wohnsprechstunde.

Deine Kathrin

Podcast Interview Lebensfreude und Lebensqualität

Podcast Interview Lebensfreude und Lebensqualität

In dieser Podcast Episode habe ich mich mit der Gründerin von „SEHHELDIN“, Anne Niesen zum Thema Lebensfreude und Lebensqualität unterhalten.

Du bekommst Einblicke in unsere Gedanken zu diesem wichtigen Aspekt des Lebens. Anne ist durch ihre eigene Geschichte ein hervorragendes Beispiel, wie man seine Lebensfreude priorisiert, gerade auch wenn der Körper andere Pläne hat. Ihr Leitsatz „klar kommen, ist mir nicht genug“, trägt sie hier durchs Leben und erlaubt ihr mehr zu wollen.

Wie sich dabei auch die Umgebung auswirkt und das gutes und durchdachtes Interior Design auch eine Rolle spielt, wird deutlich. Ich durfte Anne mit einer Online-Home-Office-Design Beratung unterstützend begleiten. Hierbei war natürlich auch das Licht eine große Herausforderung und der Spagat zwischen Funktionalität und Wohlbefinden nicht gerade klein. Wir haben aber ein tolles Ergebnis erzielt und für Anne eine Situation geschaffen, in der sie sowohl arbeiten als auch entspannen kann. Wir berichten vor welchem Problem Anne stand und warum sie dann genau meine Hilfe in Anspruch genommen hat.

Wenn dich der Blog von Anne interessiert, dann schau sehr gerne mal bei https://sehheldin.eu/ vorbei und lass dich von Annes Weg inspirieren.

Du hast selbst eine Herausforderung mit deinen Wohn- und Arbeitsräumen? Dann ist meine Online-Interior-Design-Beratung bestimmt einen Blick wert.

Dieses Praxisdesign ging so richtig schief und was wir daraus lernen!

Dieses Praxisdesign ging so richtig schief und was wir daraus lernen!

Nicht selten überlege ich mir, was ich dir in der Wohnsprechstunde gerne erzählen möchte, es gibt ja so viel zum Thema Einrichtung und Wirkung von Gestaltung zu sagen.

Aber heute habe ich gedacht, berichte ich dir über eine denkwürdige Begegnung auf der Plattform LinkedIn.

Zuerst einmal möchte ich sagen, dass es mir fern liegt Kollegen runter zu machen oder eine Arbeit die nach Kundenwunsch erledigt wurde zu bekritteln. Was ich aber dennoch nicht abstellen kann,
ist mich zu fragen, was sich die Auftragnehmer, in diesem Fall war es ein Architektenbüro, bei der Ausführung so denken.

Es begegnet mir häufig, dass langläufig die Ansicht herrscht, Architekten könnten auch Innenarchitektur. Nicht selten sind diese Architekten sogar selbst dieser Meinung und von ihrer Arbeit mehr als überzeugt.

Zu was das führen kann, habe ich bei dieser oben angekündigten Begegnung deutlich gesehen. Aber nun will ich nicht weiter abschweifen und berichte dir, was mir da widerfahren ist.

Was war passiert?

Man öffnet also gut gelaunt am Montag-Morgen seinen LinkedIn Feed und sieht die Postings des eigenen Netzwerkes oder das, was sie geliked und kommentiert haben. Und das erste was mir ins Auge springt, ist der Post eines Architekten, der eine Arztpraxis gestaltet hat. Soweit so normal.
Im Text wurde die moderne Ausstattung und die Gemütlichkeit des Warteraumes angepriesen.

Auf den Bildern zeigte sich der wahrgewordene Albtraum jedes Patienten, der sich in Arztpraxen nicht unbedingt hobbymäßig aufhält und der am liebsten nicht über den nächsten Besuch nachdenken möchte.
Sterile, schmucklose, weiße Räume, eine kalte und ungemütliche sowie aus meiner Sicht unüberlegte Beleuchtung. Zwei Mitarbeiterinnen grinsen hinter einer bestenfalls aussagefreien weißen Theke hervor. Sie stehen vor einer Wand aus Schranktüren, die (wen wundert es?) weiß sind und ohne jede Auflockerung ebenso gut aus den 80ern stammen könnten.

Aber die Krone der Schöpfung ist der sogenannte „gemütliche Warteraum“. Das schlug dann doch dem Fass den Boden aus. Eine ungepolsterte Bank aus weiß laminiertem Multiplex Schichtholz. Irre gemütlich stelle ich mir die vor. Nicht.

Und ein weißer Plastiktisch mit ebenso weißen Stühlen aus Sperrholz und Metall. Wow! Dachte ich mir, da können sich die Patienten so richtig gut auf den Auftritt von Dr. Frankenstein freuen.

Ach ne falsches Szenario, es handelt sich ja um eine neu übernommene Praxis einer Orthopädin. Also nix mit hochinfektiösen, immunbeeinträchtigten oder wahnsinnig akut sensiblen Patienten. Keine sterile Reinraumvorgabe zu erkennen. Warum zum Geier sieht es da dann aus, wie im Vorraum eines sterilen OP-Saales?

„Räume wirken immer! Ohne Ausnahme“

Wenn wir inzwischen eines gelernt haben sollten, dann, dass Räume wirken. Immer. Ohne Ausnahme. Und wer so eine Praxis gestaltet, hat entweder nicht aufgepasst, als es um die Aufgabe ging ein angenehmes Umfeld zu schaffen, und zwar für Menschen, die in dieser Situation eher angespannt und wenig euphorisch sind. Oder es wurde schlicht und ergreifend stumpf der budgetgetriebene Kundenwunsch umgesetzt.
Beides ist aus meiner Sicht unverzeihlich. Denn nicht nur der Umstand, dass man den künftigen Patienten dieser Praxis einen Bärendienst erwiesen hat. Es wurde auch eine bestimmt nicht allzu geringe Geldsumme aufgewendet um diesen „gestalterischen Faux pas“ anzurichten. Die Aufgabe von uns gestaltenden Planern, Designern, Architekten und allen, die sich dieser Branche zugehörig fühlen, ist es unsere Kunden aufzuklären und vor allem gute Lösungen für eine adäquate, menschenwürdige Gestaltung aufzuzeigen.

Das ist hier auf so beeindruckende Art misslungen, dass man es am liebsten für einen Scherz halten möchte. Leider darf ich dir aus Urheberrechtlichen Gründen keine Fotos zeigen.

„Menschen, die in eine Arztpraxis kommen, sind selten entspannt“

Menschen die eine Arztpraxis aufsuchen, tun dies meist, weil sie Schmerzen haben, eine nicht so schöne Diagnose im Raum steht oder sie sich zu einer empfohlenen Vorsorgeuntersuchung begeben müssen. Nichts davon hat mit Spaß zu tun und in den meisten Fällen schwingt eine beträchtliche Portion Ungewissheit und oft sogar Angst mit.

Um diese Emotionen aufzufangen, bedarf es einer durchdachten Gestaltung der Räume, die dem Patienten Sicherheit vermittelt und in der er sich trotz allem aufgehoben und willkommen fühlt.

Mein wichtigster Leitgedanke für die Gestaltung ist sowieso immer das Befinden der Menschen, die die Räume später nutzen. Und so wäre auch hier schön gewesen, man hätte sich mal ein paar Minuten Gedanken darüber gemacht, was so eine unfreundliche, kalte Umgebung bei Patienten anrichtet, die womöglich gerade erfahren, dass sie ein Leben lang eingeschränkt sein werden oder eine OP benötigen oder auch einen Beruf nicht weiter ausüben können, der ihnen vielleicht sogar Freude gemacht hat.

Ich werde nie verstehen, was in den Köpfen der Architekten vorgeht, die immer noch meinen, sie könnten auch Innenarchitektur, obwohl sie augenscheinlich von Raumgestaltung soviel verstehen, wie ein Karosserielackierer vom Autositze polstern.


Bitte versteh mich nicht falsch, es gibt bestimmt auch Architekten, die sich vernünftig haben ausbilden lassen im Bereich Innenarchitektur und die ihre Aufgabe gut machen. Aber bei dem genannten Beispiel wäre doch eher der Leitsatz „Schuster bleib bei deinen Leisten“ angebracht gewesen.

Es gibt natürlich auch die Fälle, in denen ein Kunde unbelehrbar auf seiner eigenen, unqualifizierten Vorgabe besteht und sich nicht überzeugen lässt, zum Wohle seiner Kunden zu handeln. Aber in so einem Fall zeigt man sein Werk dann womöglich nicht unbedingt der Welt. Also ist eher davon auszugehen, dass im beschriebenen Fall sogar die Meinung vorherrschte, man hätte wirklich etwas tolles geschaffen.

Und so gilt mein Abschlussplädoyer vor allem Bauherren und allen, die eine größere Umgestaltung in Auftrag geben. Geht nicht davon aus, dass ein Architekt alle Voraussetzungen mitbringt auch bei der Innenraumgestaltung eine gute Arbeit abzuliefern. Die beiden Bereiche sind, obgleich sie in einer Branche zusammengefasst sind, doch unterschiedlich und haben ihre spezifischen Anforderungen.
Ich für meinen Teil käme ja auch nicht auf die Idee, die Struktur eines Hauses zu entwerfen und Architekt zu spielen.

Und solltest du ein Arzt, Heilpraktiker, Physiotherapeut, Logopäde oder Ergotherapeut sein, so überlege dir vor der nächsten Umgestaltung deiner Praxis ganz genau, für wen du diese Räume herrichten lässt und was du damit bezwecken willst. Vergiss nicht dabei deine Empathie zu nutzen und dich in die Gefühlswelt und die Bedürfnisse deiner Kunden, Patienten oder Klienten und auch deiner Mitarbeitenden zu versetzen. Denn es ist relevant mit welcher Raumwirkung wir uns umgeben. Du musst nicht im Detail wissen, wie es umgesetzt werden muss, aber du solltest in der Lage sein die Grundidee zu kommunizieren, so dass ein gestaltender Dienstleister diese Vorgabe erfüllen kann und dich bestmöglich dabei unterstützt dies in die Tat umzusetzen.

Also wie geht das jetzt besser?

Nun da ich dir von dieser eher unschönen Erfahrung berichtet habe, möchte ich dir noch einen Ausblick geben, wie es besser gehen kann. Wenn wir uns nämlich anschauen welche Spielräume wir auch in Hinblick auf gewisse Vorgaben im Gesundheitsbereich haben, sehen wir sehr schnell, dass „weiß“ keinesfalls die einzig mögliche Farbwahl ist.

Wenn wir uns beim Thema Farbe aufhalten, so ist natürlich auch die gängige Farbtheorie nicht weit. Was ich darüber denke, habe ich in Episode 7 „Das Thema Farbe“ genauer dargelegt, vielleicht magst du da im Anschluss auch mal reinhören. https://ks-wohndesign.com/podcast-farbe-und-farbwirkung

Es gibt aber noch so viel mehr Möglichkeiten. Gerade in Praxen, die keine akute Wundversorgung, ambulante Operationen oder sonstige hygienesensiblen Praktiken durchführen, haben wir durchaus auch bei den eingesetzten Materialien einen Spielraum. Selbstverständlich sollte alles gut zu reinigen und Desinfektionsfähig sein. Aber es gibt auch in diesem Bereich durchaus mehr als nur standardmäßige Plastikoberflächen und die Farbe weiß zur Auswahl.

Eine freundliche Umgebung mit warmen Akzenten und natürlichen Materialien ist deutlich angenehmer zu ertragen und vor allem mit mehr Entspannung verbunden. Wenn es um den Bereich Gesundheit und Heilung geht, dann ist ganz klar das Wohlbefinden an erster Stelle und Angst ist einer der größten Heilungsverhinderer. Das haben leider noch nicht alle im Heilberuf Tätigen begriffen und schüren diese Angst mit unbedachter Kommunikation auch noch. Lassen wir dann wenigstens die Raumsprache eine auffangende Wirkung entfalten und sorgen für ein wenig mehr Wohlgefühl in diesen Bereichen.

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und beobachte doch das nächste mal wenn du zum Arzt, Heilpraktiker oder Therapeuten gehst, wie wohl du dich in diesen Räumen fühlst und was dir vielleicht direkt auffällt. Wenn du mir deine Erlebnisse berichten magst, freue ich mich darüber natürlich noch mehr. Du kannst mir gerne eine E-Mail schreiben an info@ks-wohndesign.com

Wenn du selbst eine Praxis gestalten möchtest und dabei Unterstützung brauchst, freue ich mich auf deine Kontaktaufnahme und bin gespannt darauf, dich und dein Projekt kennen zu lernen.

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