Warum Entscheidungssicherheit beim Hausbau so wichtig ist

Warum Entscheidungssicherheit beim Hausbau so wichtig ist

Ein Haus zu bauen ist ein Abenteuer und meistens die größte Investition des Lebens, umso wichtiger ist es, dass dabei die Entscheidungssicherheit gefestigt und alle Fragezeichen rechtzeitig gelöst werden. Denn keine Baustelle ist perfekt und Fehler passieren. Wichtig ist, wie man damit umgeht und dass das Gestaltungs-Konzept durchdacht ausgearbeitet wurde. Lass mich dir hierzu die Geschichte von einem Bauherren-Paar erzählen.

Es wird so schön sein

Als Anna und ihr Mann Stefan ein Haus bauen wollten, waren sie sehr aufgeregt. Sie haben sich wahnsinnig gefreut, endlich keine Miete mehr zahlen zu müssen und genau so wohnen zu können, wie sie es sich immer gewünscht haben.
Voller Vorfreude haben sie sich den Bauträger ausgesucht und ein tolles Haus gewählt. Anna malte sich schon aus, wie sie in der neuen Küche alle Lieblingsgerichte für Freunde und Familie zaubern kann und wie schön die Gartenpartys sein werden, jetzt wo sie endlich alles so gestalten kann, wie es ihr gefällt.
Stefan träumte schon von seiner Männerhöhle im Keller, wo er mit den Kumpels mal ein Bier trinken und auch mal bis morgens laut sein kann. Außerdem auf die tolle Garage mit Werkbank wo er sich auf das Basteln und Heimwerkern freute, das mit einem eigenen Haus bestimmt ansteht. Allerdings schwebten über seiner Freude auch ein paar weniger schöne Erinnerungen an die Bauzeit seiner Schwester. Diese hatte sich vorab zu wenig informiert und war inzwischen mit einigen Entscheidungen nicht mehr so glücklich. Das machte ihm ein wenig Bauchschmerzen.

Puh, so viel zu beachten

Allerdings waren die Vorbereitungen zur Vertragsunterzeichnung am Laufen, die Gespräche mit der Bank gebucht und bald wäre der wichtige Papierkram erledigt. Also höchste Zeit sich mit einigen Dingen auseinander zu setzen.

Auf einmal standen wichtige Entscheidungen an, die sowohl die Gestaltung wie auch die Funktion betreffen. Und plötzlich waren sie verunsichert und fühlten sich überfordert, da sie sich auch zu vielen der Dinge noch keine Gedanken gemacht hatten. Die Gedanken fingen an zu kreisen und der Traum vom perfekten Heim schien schwerer erreichbar als sie sich vorgestellt hatten.

Welche Farbe sollen die Fenster haben? Welcher Bodenbelag in den einzelnen Zimmern und was machen wir mit den Wänden? Und wie sieht eine optimale Lichtlösung im offenen Wohn-Ess-Bereich bloß aus?

Wo sollten sie nur anfangen die wichtigen Informationen zusammenzutragen und dann auch noch herauszufinden welche davon relevant waren. Resigniert starrte Anna auf den blinkenden Cursor im Suchfeld.

Um kurzfristige Entscheidungen zu treffen brauchten sie Hilfe

Die Entscheidungen sind aber meistens kurzfristig zu treffen, da sie in die Angebotserstellung einfließen und deshalb musste eine schnelle Lösung her.

Anna hatte meinen Podcast gehört und erfahren, dass ich Bauherren dabei unterstütze gute Entscheidungen zu treffen. Deshalb buchte sie mein Produkt „Planungssicherheit für Bauherren“.
Wir haben uns also online zusammengesetzt und ich habe mir die Einzelheiten des Projektes angesehen.

Beim Grundriss den die beiden gewählt hatten, war es z. B. notwendig noch kleinere Anpassungen vorzunehmen um die Bedürfnisse und künftigen Ansprüche an den Wohnraum zu optimieren. So haben wir ein Zimmer in der Funktion getauscht und noch ein Gästebad hinzugefügt wo nur ein WC geplant war.

Auch das Design-Konzept und den Möbelplan haben wir besprochen und ein paar Anpassungen vorgenommen. Zudem fanden die beiden meine Beratung zu den verschiedenen Materialoptionen sehr hilfreich, da ihnen auch eine gesunde Wohnumgebung wichtig ist.

Beispiel für 3D-Visualisierung

Visualisierungen helfen der Vorstellungskraft auf die Sprünge

Da sich Anna die Räume schon ganz gut vorstellen konnte, aber Stefan sich noch nicht so sicher war, waren die Visualisierungen eine große Hilfe. Diese beinahe fotorealistischen Darstellungen schaffen eine Raumwahrnehmung und helfen dabei, sich schon in das fertige Wohn-Design einzufühlen. Mit der VR-Brille spielen, war sowieso voll Stefans Ding und er war danach ganz begeistert von unserem Design-Konzept.

Bei der Lichtplanung waren beide sehr erstaunt, wie wenig man bei den Fertigbau-Angeboten im Standard erwarten kann und was man doch alles beachten sollte bei der Beleuchtung eines Lebensraumes. Nachdem wir eine tolle, individuelle Lichtlösung ausgearbeitet haben, sind beide nun froh, dass sie jemand auf diesen wichtigen Punkt hingewiesen hat. Denn eine spätere Nachrüstung wäre mit erheblich mehr Kosten verbunden gewesen, als der Aufpreis den die Neuinstallation nun kostet.

Mit meinen Checklisten und den Infos aus den Beratungs-Sessions sind sie gut gerüstet für ihre Bauzeit und können zuversichtlich und voller Vorfreude ihrem neuen Haus entgegenfiebern.

Nun konnte der Bauträger auch den Vertrag final fertigstellen und alle Komponenten einpreisen. Der Vertragsunterzeichnung und der Finanzierungszusage durch die Bank stand nichts mehr im Wege.

Mit den richtigen Unterlagen und Vorbereitungen gut gerüstet

Entspanntere Kommunikation auf der Baustelle

Seither sind beide glücklich mit ihren Entscheidungen, haben die Kommunikation mit den Verantwortlichen auf der Baustelle im Griff und fühlen sich gut beraten bei der Materialwahl. Sie freuen sich auf die Fertigstellung und darauf, genau das Ergebnis zu erhalten, dass sie sich immer gewünscht hatten.

In der Bauphase wurde ihnen immer wieder bewusst, welche Entscheidungen zu treffen waren, von denen sie nie geahnt hätten, dass diese einmal relevant  werden. Oder könntest du aus dem Stehgreif deinem Bodenleger sagen, welche Verlegerichtung du beim Parkett bevorzugst, in Abstimmung mit dem Licht und der Raumform?
Da wir über die Vor- und Nachteile sowie einige grundlegende Gestaltungsprinzipien gesprochen hatten, war das eine leichte Übung für die beiden.

Wenn auch du einen Hausbau planst oder darüber nachdenkst ein Haus zu kaufen, dann schau dir unbedingt das Paket „Planungssicherheit für Bauherren“ an. Denn gut geplant ist halb gebaut. Und die Investition in eine gute Vorbereitung macht sich zigfach bezahlt, wenn dadurch kostspielige Fehlkäufe und Fehlentscheidungen vermieden werden, über die man sich noch Jahre ärgern würde.

Wenn du noch mehr zum Thema lesen möchtest, kannst du auch im folgenden Blogartikel weiterlesen. Dort erfährst du warum ein Interior Designer beim Hausbau Budget und Nerven schont.

Warum ein Interior-Designer beim Hausbau Budget und Nerven schont.

Warum ein Interior-Designer beim Hausbau Budget und Nerven schont.

In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, warum du als künftiger Bauherr gut beraten bist, dir die Hilfe eines Interior Designers zur Seite zu holen. Lass dich von mir durch die wichtigsten Punkte und möglichen Fallstricke lotsen um gut informiert eine sichere Entscheidung treffen zu können. Im letzten Teil des Artikels erfährst du außerdem welche 3 Schritte du unbedingt beachten solltest, um teure Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Warum ein Interior Designer beim Hausbau Geld spart

Beim Hausbau sind natürlich Budget und Zeit zwei heikle Faktoren und da liegt es nicht unbedingt nahe, noch mehr Geld für „unnötigen Luxus“ auszugeben oder?
Warum ein Interior Designer nicht unbedingt in diese Kategorie gehört, verrate ich dir gerne.
Die meisten Menschen denken, dass es nur etwas für die oberen 10% ist sich einen Interior Designer zu gönnen. Natürlich gibt es nach oben keine Grenze und wir Designer sind durchaus in der Lage exklusive Materialien und ausgefallene Konzepte umzusetzen, die für die breite Masse der Gesellschaft absolut unerschwinglich sind.

Aber dass wir auch Meister darin sind, mit Budgets zu kalkulieren, einen großen Überblick über den schier unendlichen Markt der Möbelindustrie und Materialien haben, sowie genau die Abläufe kennen, die es braucht um ein Projekt erfolgreich von A nach Z zu führen, ist eher nicht so bekannt.

Vorausgesetzt natürlich du möchtest nicht im zigtausendsten langweiligen, weißgestrichenen, quadratischen Karton ohne jede Persönlichkeit leben. Und du Wert auf ein ganzheitliches Wohnkonzept legst, in dem du dich wirklich wohl und zuhause fühlst.

Dann kann ein Interior Designer dir viel Geld und Nerven ersparen, indem er dir einen klaren Leitfaden an die Hand gibt, der nach deinen Bedürfnissen individuell gestaltet ist und dich vor Fehlkäufen schützt. Auch Fehlentscheidungen in der Bauphase, die nur teuer zu beheben sind, können damit vermieden werden. Und du erhältst als Ergebnis wirklich das, was du dir gewünscht hast.

Ein Bauleiter ist kein Designer

Klar kann dein Bauleiter deine Baustelle auch von Anfang bis Ende begleiten. Das tut er im besten Fall auch gewissenhaft keine Frage. Aber es ist nicht seine Aufgabe ein Design-Konzept zu erstellen oder dir bei den Gestaltungsentscheidungen eine Richtung zu zeigen. Er wird dir machbare Möglichkeiten aufzeigen und überlässt dir dann die Entscheidung. Das macht es dir nicht gerade leichter, wenn du ein wenig verloren bist im Dschungel der Möglichkeiten und dir wünschst, dass dein Haus zum perfekten Lebensraum für dich und deine Lieben wird.

Deshalb ist es wichtig, jemanden an der Seite zu haben, der dir hilft einen roten Faden zu finden. Dich dabei unterstützt, sichere Entscheidungen aufgrund ausreichender Information und dem Abwägen von Pro- und Contra zu treffen. Und zuletzt auch die Vision des Gesamtergebnisses für dich visualisieren kann um dir ein gutes Gefühl zu geben die richtige Wahl getroffen zu haben. Vor allem wenn deine Vorstellungskraft nicht ausreicht um dich vollständig in das Endergebnis einfühlen zu können, ist dieser Punkt ein sehr wichtiger.

Nichts ist ärgerlicher als eine Fehlentscheidung zu treffen, die nur teuer wieder behoben werden kann. Was bei einem Hausbau schnell in die Tausende geht. Ebenso verhält es sich mit Fehlkäufen bei Möbeln oder Accessoires, die dann nicht zusammenpassen oder gar nicht deinem Bedarf entsprechen.

Das kann ein Interior Designer für dich verhindern.

Indem ein stimmiges Wohn-Konzept erstellt wird, bist du jederzeit in der Lage, anhand des Farbschemas und der Stilrichtung, die besten Entscheidungen zu treffen.

Auch im Bereich Materialwahl wirst du nicht allein gelassen und bekommst einen breiteren Überblick über die Möglichkeiten auch außerhalb des Standards.

Was aber die wohl wichtigste Säule eines stimmigen und vor allem langfristig schönen Design-Konzeptes ist, ist die Lichtplanung sowie die bedürfnisorientierte Raumplanung. Hier geht nichts über einen ganzheitlichen Ansatz und eine individuelle Lösung, die Haus Nr. 45 aus Katalog 3 der Firma XY selten von der Stange bietet. Hier keine schlechten Kompromisse einzugehen, weil Verkäufer Hans Muster meint, „das funktioniert für 99% unserer Kunden“, ist absolute Priorität.

Das bringt mich zum nächsten wichtigen Punkt…

Hausbau oder Kauf, die Qual der Wahl

…der Entscheidung ob du ein neues Haus bauen oder einen alten Bestand kaufen möchtest. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Neubauten sind natürlich spannend und der Gedanke alles genau so planen zu können, wie es einem vorschwebt, ist verlockend. Bis man dann Bekanntschaft mit dem Bauamt macht. Hier gibt es je nach Wohngebiet Vorgaben, die von den verwendeten Dachziegeln über die maximal bebaubare Fläche je Grundstück, bis hin zu erlaubten Fassadenfarben fast jeden vermeintlichen Mumpitz reguliert. Aber das wäre Stoff für einen weiteren Artikel, damit will ich dich gar nicht langweilen.

Für dich stellt sich ja eher die Frage, ob du ein Bauprojekt starten oder lieber ein fertiges Haus kaufen sollst.
Beim Altbestand ist natürlich häufig eine kürzere Zeit bis zum Einzug ein großer Faktor und wenn die Substanz gut ist, dann ist man mit ein paar Renovierungen auch meist recht preiswert dabei. Wohingegen auch hier natürlich Vorsicht geboten ist und ein professionelles Baugutachten vor dem Kauf immer eine lohnenswerte Investition darstellt um nicht plötzlich mit einem bodenlosen Sanierungsobjekt da zustehen.

Auch beim Hauskauf profitierst du von fachkundiger Beratung

Die Entscheidung für ein bestehendes Haus hängt auch mit deiner Vorliebe zusammen. Ob es dir wichtig ist, einen gewissen Charme bereits mit zu kaufen, den ältere Häuser in einer längerfristig gewachsenen Struktur oft mitbringen. Oder ob du lieber in einen taufrischen Neubau im entsprechenden Umfeld investieren möchtest, dem du zum ersten Mal Leben einhauchen wirst.

Auch beim Altbestand ist ein Interior Designer die richtige Wahl, wenn du dir unsicher bist, wie du die bestehenden Räume am besten nutzen und für deine optimale Wohnumgebung anpassen kannst. Und wenn du „Heimwerker-Ergebnisse“ vermeiden möchtest, die nach wenigen Jahren meist erneut bearbeitet werden müssen. Da wird aus preiswerter Eigenleistung oft ein ganz schön kostenintensives Dauerprojekt.

Beim Neubau stellt sich dann immer auch die Frage, Fertighaus oder Bauträger bzw. Architektenhaus. Das ist sowohl vom Budget als auch deiner Vorstellung von deinem Traumhaus abhängig. Architektenhäuser sind reizvoll aber meist nicht gerade erschwinglich. Zudem sei hier gesagt auch wenn du dich für ein Architektenhaus entscheidest, dass Architektur und Interior Design zwei völlig unterschiedliche Bereiche sind. Auch wenn das nicht so offensichtlich ist, da sie oft in einer Branche zusammengefasst werden und viele Architekten sich da gerne aufspielen und meinen, sie könnten Raumgestaltung, so zeigt das Ergebnis doch immer öfter deutliche Schwächen. Natürlich gibt es tolle Architekten, die auch im Bereich Innenarchitektur eine fundierte Ausbildung ergänzt haben. Achte bei deiner Auswahl aber explizit darauf, wenn du diese Leistung aus einer Hand haben möchtest. Häufig ist aber eine Zusammenarbeit mit zwei unabhängigen Experten, die sich dennoch gut ergänzen und eine offene Kommunikationskultur leben, sehr viel bereichernder.

Fertighaus als schlüsselfertige, schnelle Lösung?

Für viele sind Fertighausanbieter eine naheliegende Lösung. Werben diese ja mit einer zügigen und unkomplizierten Bauphase und einem schlüsselfertigen Ergebnis innerhalb vorgegebener Zeiträume. Allerdings zeigen Vergleiche hier auch immer wieder, dass massiv bauende Bauträger da doch häufig sehr gut mithalten können. Ein Vergleich ist also immer sinnvoll und natürlich ist auch die Besichtigung entsprechender Musterhäuser absolut empfehlenswert.
Denn wer in einem Massivhaus stand, überlegt sich vielleicht doch nochmal ob ein Fertighaus in Holzständerbauweise den gleichen thermischen- und vor allem akustischen Komfort wie ein Massivbau bietet.

Was man bei all dem nicht vergessen darf ist, dass die Priorität der „Berater“ dabei nicht auf der Wohnqualität für den künftigen Bewohner, sondern auf dem Verkauf liegt. Von bedürfnisorientierter Gestaltung sind wir da natürlich weit entfernt. Das soll nicht heißen, dass Fertighäuser eine schlechte Wahl sind, aber sie sind oft unter dem Aspekt der Raumeffizienz geplant. Das bedeutet, die verfügbaren qm² so auszunutzen, dass eine möglichst hohe Raumanzahl und dadurch vermeintlicher Mehrwert entsteht. Ob das im Alltag dann praktisch angeordnet ist und ein angenehmes Wohngefühl erzeugt steht auf einem anderen Blatt Papier.

Da lohnt es sich also doch mit einem passenden und vor allem Herstellerunabhängigen Planer oder Designer über die Grundrisse zu schauen und rechtzeitig notwendige Anpassungen vorzunehmen. Hierbei entstehen beim Fertigbau nämlich oft erhebliche Preissteigerungen, da vom 08/15 Schema abgewichen wird. Der Massivbau ist hier häufig flexibler. Auch deshalb hier nochmal der Hinweis unbedingt zu vergleichen.

Die wichtigsten Infos zum Innenausbau

Wenn dann der optimale Grundriss gefunden ist und du einen Überblick über die Proportionen bekommen hast, dann geht es um die Materialien, den Möbelplan und die Lichtgestaltung. Lass dich beim Thema Proportionen übrigens nicht von den eingezeichneten Möbelplänen der Anbieter täuschen. Diese sind oft so geschickt angeordnet, dass der Eindruck von Großzügigkeit entsteht. Ein Zweisitzer Sofa und zwei Sessel sehen nämlich deutlich lockerer aus, als eine Sitzlandschaft, die bei einem 3 m breiten Wohnbereich keinen Platz finden wird.

Im Innenausbau ist es zudem mitnichten so, dass dir die Gewerke helfen eine Entscheidung zu treffen. Sie setzen das Machbare um und das meist in einem fest vorgegebenen Zeitrahmen. Zudem sind sie nur in ihrem jeweiligen Fachbereich die Experten aber es fehlt der Überblick über das Gesamtkonzept und somit die umfassende Gestaltungskompetenz. Oft sind es auch die Vorgaben im Kaufvertrag und somit eine begrenzte Auswahl an Materialien bzw. inbegriffener Leistungen, die hier eine Hürde darstellen.

Das Lesen von Bau- und Leistungsbeschreibungen ist unumgänglich

Da das Lesen und Verstehen solcher Baubeschreibungen und Leistungsumfänge meist nicht zu deinem Fachgebiet als Bauherr gehört und der Teufel hier durchaus im Detail steckt, ist es sinnvoll einen Experten an deiner Seite zu haben, der dich rechtzeitig auf mögliche Begrenzungen und anfallende Mehrkosten aufmerksam macht. Damit kann dich dann nichts mehr überraschen.

Der Gestaltungsspielraum für Innenausbau ist nahezu endlos, aber die Entscheidungen müssen hier oft sehr schnell und kurzfristig getroffen werden. Deshalb ist es umso sinnvoller, sich bereits im Vorfeld genau mit dem gewünschten Endergebnis zu befassen und ein festes Gestaltungskonzept in der Hand zu haben. Dann kann dich eine Anfrage deines Bauleiters, welche Fliesen du im Bad an welcher Stelle möchtest, in welcher Verlegerichtung dein Parkett liegen soll und welche Lichtauslässe wo geplant sind, nicht mehr aus der Ruhe bringen.

Die meisten Fehlentscheidungen passieren nämlich aus genau diesem Zeitdruck heraus und dem mangelnden Wissen über die Vor- und Nachteile sowie möglicher Alternativen. Die Auswirkungen dieser falschen Entscheidungen machen sich dann oft auch erst einige Zeit nach der Fertigstellung bemerkbar, wenn im Alltag dann doch ersichtlich wird, wo die unpraktischen Bereiche liegen. Oder wenn dir jeden Tag beim Blick ins Bad auffällt, dass die Fliesen doch in einem anderen Design besser ausgesehen hätten. Das ist ärgerlich und trübt dann die Freude am neuen Heim, je nach Ausmaß der Einschränkungen, doch erheblich.

Um dir das zu ersparen, habe ich dir hier die 3 wichtigsten Schritte, die du unbedingt beachten solltest um teure Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Die 3 wichtigsten Schritte um Fehlentscheidungen zu vermeiden

1. Rechtzeitig mit deinen Bedürfnissen beschäftigen:

Das hilft dir dabei festzulegen, was du brauchst, welche Bereiche für dich am wichtigsten sind und wie du dein künftiges Zuhause aufteilen kannst. Denke dabei auch daran, wie du im Alltag in deinem Zuhause agierst und welche anderen Personen mit dir wohnen werden und wie deren Alltag aussieht.

2. Verschaffe dir einen Überblick über die Möglichkeiten:

Recherchiere, welche Materialien und welche Gestaltungselemente du möchtest. Informiere dich auch über die Qualitätsunterschiede und die Voraussetzungen (Abriebklassen, Rutschklassen etc.). Das kostet Zeit und ist im schier endlosen Angebot kaum zu bewältigen. Hinzu kommt, dass Laien oft nicht wissen, wo sie suchen sollen und worauf es ankommt. Und erschwerend kann man als Endverbraucher noch nicht mal bei allen Herstellern einkaufen. Hier ist fachliche Unterstützung wirklich gut investiert.

3. Erstelle dir einen Leitfaden:

Wenn du deine Recherche abgeschlossen hast, versuche die gefundenen Materialien und Farbideen in einem Dokument festzuhalten und wenn möglich auch konkrete Material und Farbmuster zu bekommen. So kannst du deinem Bauleiter und den Gewerken anschaulich zeigen, was du möchtest. Du kannst diese Zusammenstellung dann auch für den Möbelkauf nutzen um zu schauen, ob die Gegenstände harmonieren und alles stimmig ist. Auch zu den Bemusterungsterminen, wo dir dein Bauträger oder Fertighausanbieter seine Optionen zeigt, kannst du dieses Konzept mitnehmen und siehst sehr schnell ob deine Wahl umsetzbar ist oder ob du andere Bezugsquellen wählen musst.

Und weil ich finde, dass drei Schritte nicht ganz reichen hier noch der vierte:

4. Hol dir Unterstützung!

Wenn du merkst, dass du überfordert bist mit dem Gedanken an diese ganzen Schritte und du nicht möchtest, dass es dir geht, wie vielen anderen Hausbesitzern. Die einige ihrer Entscheidungen anders getroffen hätten, wenn sie informiert gewesen wären. Dann zögere nicht und hol dir jemanden an die Seite, der sich auskennt. Das Geld, dass du in diese Person investierst, zahlt sich aus durch weniger Stress und mehr Sicherheit sowie ein strukturiertes Konzept, in das du dich dank Visualisierungen auch schon vor der Fertigstellung einfühlen kannst. Zudem erspart es dir viel Ärger und Aufwand, wenn du dich nicht mit Fehlkäufen und deren Rückabwicklung, wenn überhaupt möglich, herumplagen musst.

Wo findest du jetzt so jemanden? Entweder du googlest nach entsprechenden Interior Designern oder du wirfst einen Blick auf mein Angebot „Planungssicherheit für Bauherren“:

Podcast Interview Lebensfreude und Lebensqualität

Podcast Interview Lebensfreude und Lebensqualität

In dieser Podcast Episode habe ich mich mit der Gründerin von „SEHHELDIN“, Anne Niesen zum Thema Lebensfreude und Lebensqualität unterhalten.

Du bekommst Einblicke in unsere Gedanken zu diesem wichtigen Aspekt des Lebens. Anne ist durch ihre eigene Geschichte ein hervorragendes Beispiel, wie man seine Lebensfreude priorisiert, gerade auch wenn der Körper andere Pläne hat. Ihr Leitsatz „klar kommen, ist mir nicht genug“, trägt sie hier durchs Leben und erlaubt ihr mehr zu wollen.

Wie sich dabei auch die Umgebung auswirkt und das gutes und durchdachtes Interior Design auch eine Rolle spielt, wird deutlich. Ich durfte Anne mit einer Online-Home-Office-Design Beratung unterstützend begleiten. Hierbei war natürlich auch das Licht eine große Herausforderung und der Spagat zwischen Funktionalität und Wohlbefinden nicht gerade klein. Wir haben aber ein tolles Ergebnis erzielt und für Anne eine Situation geschaffen, in der sie sowohl arbeiten als auch entspannen kann. Wir berichten vor welchem Problem Anne stand und warum sie dann genau meine Hilfe in Anspruch genommen hat.

Wenn dich der Blog von Anne interessiert, dann schau sehr gerne mal bei https://sehheldin.eu/ vorbei und lass dich von Annes Weg inspirieren.

Du hast selbst eine Herausforderung mit deinen Wohn- und Arbeitsräumen? Dann ist meine Online-Interior-Design-Beratung bestimmt einen Blick wert.

Was ist eDesign und für wen ist es geeignet?

Was ist eDesign und für wen ist es geeignet?

In diesem Artikel erkläre ich dir was eDesign ist, was man damit erreichen kann und für wen es geeignet ist. Zum Schluss gebe ich dir auch einen Einblick in den Ablauf eines eDesign-Projektes, wie es bei mir etabliert ist. So kannst du dir einen Eindruck verschaffen, ob die ortsunabhängige Online-Zusammenarbeit mit einem Interior Designer auch für dich interessant sein könnte.

1. Was verbirgt sich hinter dem Begriff „eDesign“?

Der Begriff eDesign umfasst grundsätzlich sämtliche Design-Dienstleistungen, die digital und online erbracht werden. In den letzten Jahren wurden diese Varianten immer populärer, da sie eine größere Flexibilität und Auswahl an Dienstleistern und Angeboten mit sich bringt. Zudem lässt sich durch fehlende Fahrtstrecken Zeit sparen und man kann die ganze Bandbreite an technischen Innovationen ausschöpfen.
Aber in meinem Fall geht um den Bereich online-Interior Design. Also digitale Einrichtungs- und Raumgestaltungs-Konzepte, die meinen Kunden ein ortsunabhängiges Erlebnis bieten und ihnen ermöglicht mit mir als Expertin für gesunde Wohn- und Arbeitsräume auch über größere Distanzen hinweg zusammen zu arbeiten und von meiner Expertise zu profitieren.

Das eDesign ist in Deutschland bisher eher im Bereich Webdesign und Grafikdienstleistungen etabliert. In der Interior Design Branche ist es noch etwas unbekannter. In Amerika jedoch bereits sehr beliebt und verbreitet.
Gibt es uns doch eine deutlich größere Spanne an Möglichkeiten, wenn wir nicht auf unsere lokalen Anbieter angewiesen sind, die oftmals gar nicht die Spezialisierung mitbringen, die das geplante Projekt erfordert.

Beispiele für Visualisierungstechniken im eDesign
Beispiele für Visualisierungen

Wenn wir über eDesign sprechen, dann geht es hierbei auch primär um die Präsentation der Design-Konzepte und die vielen Facetten, der modernen Darstellungsverfahren. So bietet es die Möglichkeit mit teilweise fotorealistischen Visualisierungen, dem Kunden einen realitätsnahen Einblick in das gewünschte Endergebnis zu geben. Einen digitalen Spaziergang oder eine Videotour durch die zukünftigen Wohnräume machen zu können, ist eine weitere reizvolle Methode. Die konzeptuelle Vorarbeit und die Zusammenstellung der designrelevanten Komponenten erfolgt auf Seite des Designers schon noch zum Großteil analog, da es ja auch immer noch um echte Materialien und ihre Eigenschaften sowie Farben und Licht geht, die in einem realen Umfeld zusammenspielen sollen.

Selbstverständlich können hier eDesign und analoge Zusammenarbeit auch verschmelzen. Jedoch ist ein rein online-basiertes Arbeiten möglich.
So können tolle Projekte trotz weiter Distanzen entstehen, ohne immensen Reiseaufwand und zusätzliche Kosten.

2. Für wen ist eDesign geeignet?

Grundsätzlich ist eDesign für Menschen geeignet, die keine Scheu vor der technischen Seite dieser Präsentationsformen haben und grundlegende Computerkenntnisse besitzen. Das selbständige Zurechtfinden auf einer Seite im Internet und das Bedienen von Online-Meeting-Software wie Zoom, Microsoft Teams oder ähnlichem, wäre die Voraussetzung. Ansonsten ist eDesign für jeden geeignet und zu empfehlen, der sich bei der räumlichen Vorstellung schwer tut und deshalb gerne eine 3D Visualisierung seiner Wohnwünsche hätte. Diese Visualisierungen ermöglichen es, mehr Entscheidungssicherheit zu erlangen und die Unsicherheiten bei der Materialwahl, Raumaufteilung und Farbgestaltung zu mildern. Es kann das Raumgefühl vermittelt werden, noch bevor die Umbau- oder Umgestaltungsmaßnahmen überhaupt begonnen haben.

Zudem ist eDesign für Menschen, die gerne ortsunabhängig beraten werden möchten und vor allem den passenden Experten an ihrer Seite wissen wollen.

Besonders empfehlen kann ich das eDesign und seine Visualisierungstechniken für Bauherren, die mit einem Hausbau die vermutlich größte Investition ihres Lebens tätigen und dabei gerne Fehlentscheidungen vermeiden möchten. Denn die sind meist nur teuer zu beheben. Aber auch bei Sanierungen und Umbauten bestehender Bausubstanz, kann das eDesign hervorragend unterstützen.

3. Wie läuft ein eDesign Projekt genau ab?

Darauf kann es natürlich nur eine individuelle Antwort geben, da jeder Anbieter seine eigene Struktur bietet. Deshalb gebe ich dir hier einen Einblick in die 3 Varianten, die ich selbst für meine Kunden anbiete.

Bei der Online-Interior-Design-Beratung, sozusagen der Basisstufe des eDesign Prozesses, handelt es sich um eine Beratung via Online-Meeting-Software. Hier werden direkt konkrete Anliegen und Fragen besprochen und es gibt die Möglichkeit im Anschluss eine Zusammenfassung und Dokumente mit Tipps und Handlungsempfehlungen zu übermitteln.
Diese Form des eDesign eignet sich vor allem für kleinere Umgestaltungen wie z.B eine Optimierung des Möbelarrangements in einem konkreten Raum oder eines Teilbereiches. Auch eine grundlegende Beratung zu diversen Einrichtungsfragen kann hierüber abgedeckt werden.

Die zweite Stufe bilden die eDesign-Pakete. Das sind gezielt zusammengestellte Designleistungen, die ein optimales Ergebnis für eine Umbau- oder Umgestaltungsmaßnahme bieten. Hierbei kommen verschiedene Techniken zum Einsatz, die Online-Design-Beratung ist Teil davon und wird durch Visualisierungstechniken ergänzt um dem Kunden eine optimale Vorstellungskraft zu ermöglichen. Je nach Wunsch des Kunden gibt es hier aufwändigere und weniger aufwändige Varianten.

Beispiel für die Visualisierung eines Home-Office
Beispiel für die Visualisierung eines Home-Office

Generell bleibt zu sagen, dass gute 3D Visualisierungen zeitaufwändig und deshalb nicht kostengünstig sind. Es ist aber definitiv preiswert im Vergleich zu Fehlkäufen und Fehlentscheidungen bei Bauprojekten oder Umbauprojekten, die schnell in die tausende bis zehntausende von Euro gehen können. Somit bietet diese Visualisierung eine Art Vorschau, mit der man sich bereits in das Endergebnis einfühlen kann und das vielen Bauherren und Kunden mehr Sicherheit bei der Ausführung ihrer Wünsche gibt.

Diese Visualisierungen reichen von Fotorealistischen Darstellungen in Form von Bildern, über sogenannte 360° Ansichten oder 720° Spaziergängen durch die Räume bis hin zu konkreten Videoaufnahmen, die komponiert werden um das Raumgefühl einzufangen und dem Betrachter zu übermitteln.

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, deine Räume zu verändern oder ein Bauprojekt ansteht, dass du gerne von Anfang an vernünftig planen möchtest, dann melde dich gerne per E-Mail (info@ks-wohndesign.com) oder über das Kontaktformular bei mir und erfahre, welche Optionen die ortsunabhängige Online-Zusammenarbeit mit einem Interior Designer bietet. Oder buche dir hier bereits deine Online-Design-Beratung:

Was macht gesundes Wohnen aus?

Was macht gesundes Wohnen aus?

Was macht einen Wohnraum zu einem gesunden Wohnraum? Diese Frage stellen sich bestimmt einige Menschen immer wieder. Ich möchte in diesem Artikel auf die Kernpunkte eingehen und dir die wichtigsten Parameter aufzeigen, die aus meiner Sicht zu gesundem Wohnen gehören.

1. Gesundes Raumklima:

Dazu gehören in erster Linie

– Kein Ausstoß schädlicher Lösemittel oder flüchtiger Verbindungen aus Klebern, Farben, Polstern oder Textilien.
Leider gibt es eine Vielzahl von Schadstoffquellen, die man sich oft unbewusst durch Gegenstände oder Baumaterialien ins Haus holt. Das reicht von der Wahl des Dämmmaterials über die Wandfarbe und den Bodenbelag bis hin zum Mobiliar und den Wohntextilien wie Vorhänge, Teppiche, Sofakissen etc.

Eine gute Regel zur Vermeidung von Schadstoffen ist hier so ähnlich wie im Bereich Ernährung, bei der Wahl der Materialien auf möglichst natürliche und bestenfalls wenig bearbeitete Materialien zu setzen.
So kannst du z.b davon ausgehen, dass Vollholz gesünder ist als Multiplex (Schichtholzplatten), die ihrerseits allerdings immer noch besser ist als Spanplatten und andere Pressspanprodukte bei denen man die Bestandteile nur schwer nachvollziehen kann.
Leider helfen uns auch vermeintliche Güte- und Qualitätssiegel nur begrenzt weiter, da diese lediglich die Einhaltung der festgelegten Grenzwerte bescheinigen. Grenzwerte besagen, ab welcher Menge ein Stoff gesundheitliche Auswirkungen hat. Diese Grenzwerte sind meist so gewählt, dass kein unmittelbarer Schaden entsteht, sie sagen aber nichts darüber aus, wie gesund oder ungesund ein Material letztendlich ist.
Denn auch hier gilt der Grundsatz: „Nicht alles, was nicht unmittelbar zum Tod führt ist auch gesund“

Deshalb rate ich dazu diese Kriterien kritisch zu hinterfragen und nicht jedem Siegel blind zu vertrauen. Denn die Testkriterien sind nicht immer transparent.

– gutes Feuchtigkeitsmanagement, Luftqualität

Um ein gutes Raumklima zu erhalten sind die Faktoren der Raumluft, Temperatur und Luftfeuchtigkeit die wichtigsten Parameter. Messen lassen sie sich z. B mit Hilfe eines Hygrometers, das Temperatur und relative Luftfeuchte anzeigt. Hiermit hat man jederzeit einen guten Überblick über den Zustand der Raumluft. Zumindest was die oberflächlichen Faktoren angeht.


Wir streben im Bereich der Luftfeuchtigkeit einen optimalen Wert zwischen 50-60% an. Sollte der Wert deutlich unter 40% relativer Luftfeuchte liegen, sollte man einen Raumluftbefeuchter einsetzen. Das kann in Form eines Wasserspiels oder Zimmerbrunnen passieren. Aber auch Kaltvernebler können eine Alternative sein. Wenn der Wert über die 60% Grenze hinausgeht, ist ein kurzzeitiges, mehrmaliges Stoßlüften über den Tag sinnvoll. In feuchten Regionen mit viel Luftfeuchtigkeit kann auch der Einsatz eines Entfeuchter-Systems sinnvoll sein.

– die optimale Raumtemperatur

Bei der Raumtemperatur spielen natürlich auch individuelle Faktoren eine Rolle wie z. B. der Stoffwechsel, Bewegungsverhalten aber auch der allgemeine Gesundheitszustand der Bewohner. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass eine Lufttemperatur zwischen 20°C und 23°C als angenehm empfunden wird. Im Schlafzimmer darf es eher etwas kühler sein, hier sind 18°C durchaus ausreichend. Im Badezimmer bevorzugen viele eine etwas höhere Temperatur um die 24°C. Was bei der Einstellung der Heizungen oft falsch gemacht wird, ist ein inkonstantes Heizverhalten. Da werden Heizungen am Tag abgedreht um sie dann abends nach der Arbeit wieder voll aufzudrehen um die Räume zu wärmen. Man verspricht sich davon eine Ersparnis bei den Heizkosten, was allerdings oft zum Gegenteil führt. Am besten ist eine konstante Heizleistung mit mittlerer Einstellung. So funktioniert die Heizung am ökonomischsten und Leistungsspitzen werden vermieden.

Gerade bei Fußbodenheizungen handelt es sich um Niedertemperatursysteme, die eine sehr lange Vorlaufzeit benötigen. Hier sollte unbedingt auf häufiges umstellen der Temperatur verzichtet werden.
Die Luftqualität wird über regelmäßiges Lüften reguliert und durch ein gutes Hausstaub-Management unterstützt. Wenn die Raumluft durch Schadstoffe belastet ist, können auch ausgewählte  Pflanzen eingesetzt werden, die diese Filtern und umwandeln können. Eine Auswahl solcher Pflanzen findest du hier.

Monstera Deliciosa, Bogenhanf und weitere tolle Sauerstoffkraftwerke sorgen für gutes Raumklima.

Sollten Zweifel an der Luftqualität aufkommen und Schadstoffbelastung ausgeschlossen werden, gibt es die Möglichkeit einen Luft-Schnelltest zu machen. Diese Tests können z. B. Formaldehyde und Asbest-Belastung aufzeigen, auf die man dann entsprechend reagieren sollte.
Eine wichtige Regel für die Anschaffung von neuen Möbeln und Einrichtungsgegenständen ist eine adäquate Zeit zum auslüften. Ein Sofa, eine Matratze oder ein Sessel sollten immer mindestens 24h in gut belüfteten Räumen ausdünsten dürfen bevor sie benutzt werden. Noch sinnvoller wäre die Anschaffung von unbedenklichen und entsprechend beschaffenen Materialien wie z. B. natürlichen Textilien ohne chemische Färbung, Bleichung oder Beschichtung. Womit wir zum letzten Punkt beim Raumklima gelangen.

– wohngesunde Materialien im Bereich Textilien, Möbel, Oberflächen

Hier ist oft eine große Unsicherheit vorhanden in Bezug auf die Qualität verschiedener Materialien. Aber wie oben bereits erwähnt, ist die einfachste Regel auf natürlichen Ursprung und möglichst wenig verarbeitete Materialien zu setzen. Holz, Metall, Glas, Naturfasern und Wolle zählen zu den Hauptakteuren in diesem Sektor. Bei der Auswahl von Wohntextilien, sind die Vertreter Leinen, Halbleinen, reine Baumwolle und Schafwolle oder Alpakawolle ganz vorne dabei. Es kommt aber auch auf die Verarbeitung an. Eine chemische Färbung kann den Benefit von natürlichen Stoffen wieder zunichtemachen. Kunstfasern wie Mikrofaser und Polyester sind häufig kritisch zu betrachten, da sie die Raumluft belasten und die Lunge schädigen können. Vor allem Allergiker und Asthmatiker leiden darunter besonders.

Bei Holz ist vor allem der Einsatz von Klebstoffen und Harzen zu beachten. Je weniger synthetische Klebstoffe und Lösemittelhaltige Versiegelungsprodukte eingesetzt werden umso besser. Eine geölte oder mit Natur-Wachsen behandelte Oberfläche ist einem Lack oder einem synthetischen Harz jederzeit vorzuziehen.  Glas und Metall sind die unbedenklichsten Materialien im Wohnraum. Bei Metallen kann zwar die Lackierung noch eine Rolle spielen, aber das Material an sich besitzt keine flüchtigen Verbindungen und kann vielseitig eingesetzt werden.

Auch bei Oberflächen wie Bodenbelägen und Wandfarben ist Aufmerksamkeit geboten. Für Bodenbeläge eignen sich hier ebenfalls natürliche Materialien wie Stein, Holz, Linoleum und Wolle. Die heutigen beliebten Beläge wie Vinyl und Laminat sind kritisch zu betrachten, da zum Einen das Material an sich oft minderwertige Kunststoffverbindungen enthält und auch die Klebstoffe des Trägermaterials und für die Verlegung nicht unbedenklich ist. Zudem ist die Wärmeleitung bei Fußbodenheizung eher ungünstig. Hier empfiehlt sich ein Steinboden oder Fliesenboden um die bestmögliche Wärmeleitung und Heizeffizienz zu erreichen.
Ein Holzboden hat seinen besonderen Charme und ist besonders Fußwarm. Zudem besitzt Holz auch optisch einen warmen Charakter und kann eine gemütliche Atmosphäre unterstützen. Auch hier muss jedoch auf den Einsatz eines Schadstoffarmen Klebers geachtet werden, sonst ist der Effekt des Naturbelages aufgehoben.


Linoleum ist entgegen häufiger Annahmen ein reines Naturprodukt, das neben Kalkpulver und Korkmehl, Leinöl und Jutefasern enthält. Somit ist dieser Belag auch sehr Umweltfreundlich und nahezu vollständig biologisch abbaubar. Zudem sind die verwendeten Rohstoffe alle nachwachsend und somit die Umweltbelastung sehr gering.

Auch Wände sind relevante Oberflächen


Bei Oberflächen solltest du aber auch immer an Wandflächen und die dort verwendeten Materialien denken. Hier ist z.B. ein Mineralputz mit einem entsprechenden mineralischen Farbanstrich immer der typischen Tapete mit Dispersionsfarbe vorzuziehen. Ich vergleiche immer gerne die Dispersionsfarbe mit dem Gummihandschuh für die Wand. Sie kann dann nicht mehr Atmen und hat keinen Mehrwert für das Raumklima. Dazu kommen oft Lösemittel und Bindemittel, die in die Raumluft ausdünsten. Bei Mineralischen Farben ist das deutlich besser gelöst, da sie mit der Wand verkieseln und eine atmungsaktive und gleichzeitig alkalische Wirkung haben, was Schimmelbildung vorbeugt. Die richtige Untergrundstruktur vorausgesetzt liefert eine entsprechende Wandgestaltung also durchaus einen echten Mehrwert. Auch sehr schön und absolut natürlich ist ein Anstrich mit Lehmfarbe. Einziger Nachteil wenn kleine Kinder und Tiere im Haushalt leben, der Anstrich ist nicht besonders robust gegen mechanische Belastung und Abrieb. Dafür jedoch sehr förderlich für das Raumklima und bietet bei entsprechender Pigmentierung einen wunderschönen Effekt und Tiefe. Wichtig bei mineralischen- und Lehmfarben ist meiner Ansicht nach die Verwendung natürlicher Pigmente. In der passenden Podcast-Folge zum Thema Farbe findest du einige Anregungen. Hör´ gerne rein: https://ks-wohndesign.com/podcast-farbe-und-farbwirkung

ergonomische Möbel fördern die langfristige Gesundheit.

2. ergonomisches Design von Möbeln und Einrichtungsgegenständen

Um langzeitige Gesundheitsschäden zu vermeiden, ist es notwendig ein ergonomisch sinnvolles Design zu wählen. Besonders bei Sitzmöbeln, Arbeitsplatzausstattung, Schlafräumen und Arbeitsflächen sollte auf die richtigen Maße geachtet werden. Da sich diese stets nach den individuellen Gegebenheiten der Bewohner richtet, kann man keine pauschalisierten Angaben machen. Die meisten Ergonomie-Modelle sind besonders auf die Arbeitsplatzgestaltung bezogen, aus meiner Sicht als Physiotherapeutin völliger Blödsinn. Da sie nur eine Durchschnittseinstellung eines Menschen mit durchschnittlichen Maßen berücksichtigen, funktionieren sie für die meisten nicht ausreichend. Da die wenigsten Menschen diesem Schema entsprechen führt das regelmäßig dazu, dass trotz vermeintlich richtiger Einstellung Nackenschmerzen und Rückenverspannungen auftreten. Eine wichtige Regel lautet hier immer einen möglichst flexibel verstellbaren Bürostuhl zu haben und einen guten und regelmäßigen Wechsel zwischen Stehen, Sitzen und Bewegen zu ermöglichen. Weitere Tipps zum gesunden Arbeiten kannst du hier nachlesen.  Vielleicht ist ja auch mein Tagesworkshop zum Thema „Feelgood im Home-Office“ genau das richtige für dich.

Bei den Bereichen Sitzen und Schlafen müssen immer auch die Dauer und Art der Belastung berücksichtigt werden. Ein Kriterium für Schlafbereiche ist auf eine mittelfeste bis feste Matratze zurück zu greifen. Zu weiche und zu „bequeme“ Matratzen führen dazu, dass wir uns vermindert bewegen im Schlaf, was wiederum zu Instabilität und Wirbelblockaden führen kann. Somit ist eine Beratung im Schlafstudio und ein ausreichend langes Probeschlafen immer ratsam. Zudem empfehle ich eher mittelpreisige Matratzen zu kaufen und diese nach 3-4 Jahren auszutauschen. Alleine aus Hygienischen Gründen sind Matratzen mit 10 Jahren Garantie auf den Matratzenkern eine Zumutung. Hier lassen sich Verbraucher leider oft täuschen und zu teureren Käufen verführen, da sie sich vermeintlich eher „bezahlt machen“.

Küchen und Möbelplanung erfordert auch einige Überlegungen

Im Bereich der Arbeitsflächen einer Küche, muss genau geschaut werden für welche Tätigkeiten sie genutzt werden. Zum Teig kneten brauchen wir eine niedrigere Arbeitsfläche als zum Gemüseschneiden oder Kochen. In einen Topf zu schauen erfordert für eine kleinere Person jedoch manchmal auch eine niedrigere Kochstelle. Somit ist die Küchenplanung auch hier mit einigen zusätzlichen Überlegungen anzugehen.

Ein weiterer Bereich sind Sitzmöbel wie Esszimmerstühle. Da sehe ich immer wieder die absurdesten Modelle und frage mich, was sich die Designer dabei wohl gedacht haben. Wann immer du einen Esszimmerstuhl mit einer Sitzfläche siehst, die nach hinten abfällt, mach einen weiten Bogen um dieses Modell. Wenn wir auf so einem Stuhl sitzen, ist unsere Beckenposition so eingestellt, dass wir gar nicht aufrecht sitzen können. Es ist biomechanisch einfach nicht möglich. Die Winkel in den Hüftgelenken lassen auf so einem Stuhl auch keine aufrechte Position zu. Eine gerade Sitzfläche ist die wichtigste Eigenschaft eines Esszimmerstuhles. Auch bei gepolsterten Stühlen sollte man darauf achten, dass das Polster nicht zu weich ist um diesen „Einsink-Effekt“ zu vermeiden.

Eine gute Beleuchtung gehört zu gesundem Wohnen.

3. adäquate Lichtgestaltung

Licht hat einen enormen Einfluss auf unsere biologischen Körperfunktionen und kann enormen Schaden anrichten wenn wir nicht sinnvoll planen.
Zum Thema Beleuchtung und Licht hat sich in den letzten Jahren viel getan. Unter anderem wurde das Konzept der Biodynamischen Beleuchtung immer mehr voran getrieben. Hierbei handelt es sich um ein Beleuchtungskonzept, das den natürlichen Tageslichtverlauf nachempfindet und so unsere innere Uhr und unseren Hormonhaushalt unterstützt.

Bei der Lichtplanung ist vor allem der Aufbau der Beleuchtung in Schichten und Ebenen entscheidend für ein harmonisches Ergebnis. Vorbei sind die Zeiten, in denen eine einzige  60 Watt Glühbirne in einer Deckenleuchte den ganzen Raum beleuchtet hat. Die LED Technik hat uns viele Möglichkeiten geschenkt aber es gibt auch ein paar wichtige Dinge zu beachten. Wenn du in diese Thematik etwas tiefer einsteigen möchtest, kannst du hier noch mehr zum Thema Lichtplanung lesen.

4. Wohlbefinden und die Aspekte der Architekturpsychologie

Das wohl wichtigste Kriterium in Wohnräumen ist unser Wohlbefinden. Im Bereich der Architekturpsychologie gibt es schon länger die Erkenntnis, dass unser Wohlbefinden ganz entscheidend von den baulichen und gestalterischen Strukturen unserer Wohnräume beeinflusst wird. Hier werden viele vermeidbare Fehler gemacht, die durch verhältnismäßig kleine Anpassungen zu beheben sind. So kann die Anordnung von Möbeln die Wirkung eines Raumes massiv beeinflussen. Aber auch Farbe, Dekorationsgegenstände, Kunst und Wohntextilien haben Einfluss auf die Raumwirkung. Natürlich spielt auch die Aufteilung des Grundrisses und die Funktionalität eine große Rolle. Auch die Balance zwischen Privatsphäre und Bereichen für Kommunikation und Gemeinschaft sollte ausgewogen und gut geplant sein um ein harmonisches Zusammenleben zu fördern. So kann die korrekte Raumplanung durchaus dazu beitragen, zwischenmenschliche Beziehungen zu unterstützen und Konflikte zu entschärfen. Insgesamt bietet die Architekturpsychologie einen interessanten Ansatz und spannende Möglichkeiten, seine Umgebung angenehmer und menschenwürdiger zu gestalten.

Wenn du wissen möchtest, welche Schritte du auf dem Weg zur Wohlfühlzone gehen kannst, schau dir gerne diesen Artikel an. Oder höre dir diese Podcastfolge an, in der ich mich mit einer Expertin für Wohlfühlen unterhalte.

Solltest du gerade einen Hausbau oder Kauf planen, ist für dich bestimmt auch wichtig, dass du von vorneherein gut planen kannst. Denn wer möchte nicht  gerne kostspielige Fehlentscheidungen vermeiden? Wenn du möchtest, kannst du dir hier anschauen, welche Möglichkeiten es für dich als künftigen Eigenheimbesitzer gibt, deine Umgebung und die deiner Familie zu optimieren und von Beginn an sinnvoll zu planen. Hier kommst du zum Angebot „Planungssicherheit für Bauherren“.

Dieses Praxisdesign ging so richtig schief und was wir daraus lernen!

Dieses Praxisdesign ging so richtig schief und was wir daraus lernen!

Nicht selten überlege ich mir, was ich dir in der Wohnsprechstunde gerne erzählen möchte, es gibt ja so viel zum Thema Einrichtung und Wirkung von Gestaltung zu sagen.

Aber heute habe ich gedacht, berichte ich dir über eine denkwürdige Begegnung auf der Plattform LinkedIn.

Zuerst einmal möchte ich sagen, dass es mir fern liegt Kollegen runter zu machen oder eine Arbeit die nach Kundenwunsch erledigt wurde zu bekritteln. Was ich aber dennoch nicht abstellen kann,
ist mich zu fragen, was sich die Auftragnehmer, in diesem Fall war es ein Architektenbüro, bei der Ausführung so denken.

Es begegnet mir häufig, dass langläufig die Ansicht herrscht, Architekten könnten auch Innenarchitektur. Nicht selten sind diese Architekten sogar selbst dieser Meinung und von ihrer Arbeit mehr als überzeugt.

Zu was das führen kann, habe ich bei dieser oben angekündigten Begegnung deutlich gesehen. Aber nun will ich nicht weiter abschweifen und berichte dir, was mir da widerfahren ist.

Was war passiert?

Man öffnet also gut gelaunt am Montag-Morgen seinen LinkedIn Feed und sieht die Postings des eigenen Netzwerkes oder das, was sie geliked und kommentiert haben. Und das erste was mir ins Auge springt, ist der Post eines Architekten, der eine Arztpraxis gestaltet hat. Soweit so normal.
Im Text wurde die moderne Ausstattung und die Gemütlichkeit des Warteraumes angepriesen.

Auf den Bildern zeigte sich der wahrgewordene Albtraum jedes Patienten, der sich in Arztpraxen nicht unbedingt hobbymäßig aufhält und der am liebsten nicht über den nächsten Besuch nachdenken möchte.
Sterile, schmucklose, weiße Räume, eine kalte und ungemütliche sowie aus meiner Sicht unüberlegte Beleuchtung. Zwei Mitarbeiterinnen grinsen hinter einer bestenfalls aussagefreien weißen Theke hervor. Sie stehen vor einer Wand aus Schranktüren, die (wen wundert es?) weiß sind und ohne jede Auflockerung ebenso gut aus den 80ern stammen könnten.

Aber die Krone der Schöpfung ist der sogenannte „gemütliche Warteraum“. Das schlug dann doch dem Fass den Boden aus. Eine ungepolsterte Bank aus weiß laminiertem Multiplex Schichtholz. Irre gemütlich stelle ich mir die vor. Nicht.

Und ein weißer Plastiktisch mit ebenso weißen Stühlen aus Sperrholz und Metall. Wow! Dachte ich mir, da können sich die Patienten so richtig gut auf den Auftritt von Dr. Frankenstein freuen.

Ach ne falsches Szenario, es handelt sich ja um eine neu übernommene Praxis einer Orthopädin. Also nix mit hochinfektiösen, immunbeeinträchtigten oder wahnsinnig akut sensiblen Patienten. Keine sterile Reinraumvorgabe zu erkennen. Warum zum Geier sieht es da dann aus, wie im Vorraum eines sterilen OP-Saales?

„Räume wirken immer! Ohne Ausnahme“

Wenn wir inzwischen eines gelernt haben sollten, dann, dass Räume wirken. Immer. Ohne Ausnahme. Und wer so eine Praxis gestaltet, hat entweder nicht aufgepasst, als es um die Aufgabe ging ein angenehmes Umfeld zu schaffen, und zwar für Menschen, die in dieser Situation eher angespannt und wenig euphorisch sind. Oder es wurde schlicht und ergreifend stumpf der budgetgetriebene Kundenwunsch umgesetzt.
Beides ist aus meiner Sicht unverzeihlich. Denn nicht nur der Umstand, dass man den künftigen Patienten dieser Praxis einen Bärendienst erwiesen hat. Es wurde auch eine bestimmt nicht allzu geringe Geldsumme aufgewendet um diesen „gestalterischen Faux pas“ anzurichten. Die Aufgabe von uns gestaltenden Planern, Designern, Architekten und allen, die sich dieser Branche zugehörig fühlen, ist es unsere Kunden aufzuklären und vor allem gute Lösungen für eine adäquate, menschenwürdige Gestaltung aufzuzeigen.

Das ist hier auf so beeindruckende Art misslungen, dass man es am liebsten für einen Scherz halten möchte. Leider darf ich dir aus Urheberrechtlichen Gründen keine Fotos zeigen.

„Menschen, die in eine Arztpraxis kommen, sind selten entspannt“

Menschen die eine Arztpraxis aufsuchen, tun dies meist, weil sie Schmerzen haben, eine nicht so schöne Diagnose im Raum steht oder sie sich zu einer empfohlenen Vorsorgeuntersuchung begeben müssen. Nichts davon hat mit Spaß zu tun und in den meisten Fällen schwingt eine beträchtliche Portion Ungewissheit und oft sogar Angst mit.

Um diese Emotionen aufzufangen, bedarf es einer durchdachten Gestaltung der Räume, die dem Patienten Sicherheit vermittelt und in der er sich trotz allem aufgehoben und willkommen fühlt.

Mein wichtigster Leitgedanke für die Gestaltung ist sowieso immer das Befinden der Menschen, die die Räume später nutzen. Und so wäre auch hier schön gewesen, man hätte sich mal ein paar Minuten Gedanken darüber gemacht, was so eine unfreundliche, kalte Umgebung bei Patienten anrichtet, die womöglich gerade erfahren, dass sie ein Leben lang eingeschränkt sein werden oder eine OP benötigen oder auch einen Beruf nicht weiter ausüben können, der ihnen vielleicht sogar Freude gemacht hat.

Ich werde nie verstehen, was in den Köpfen der Architekten vorgeht, die immer noch meinen, sie könnten auch Innenarchitektur, obwohl sie augenscheinlich von Raumgestaltung soviel verstehen, wie ein Karosserielackierer vom Autositze polstern.


Bitte versteh mich nicht falsch, es gibt bestimmt auch Architekten, die sich vernünftig haben ausbilden lassen im Bereich Innenarchitektur und die ihre Aufgabe gut machen. Aber bei dem genannten Beispiel wäre doch eher der Leitsatz „Schuster bleib bei deinen Leisten“ angebracht gewesen.

Es gibt natürlich auch die Fälle, in denen ein Kunde unbelehrbar auf seiner eigenen, unqualifizierten Vorgabe besteht und sich nicht überzeugen lässt, zum Wohle seiner Kunden zu handeln. Aber in so einem Fall zeigt man sein Werk dann womöglich nicht unbedingt der Welt. Also ist eher davon auszugehen, dass im beschriebenen Fall sogar die Meinung vorherrschte, man hätte wirklich etwas tolles geschaffen.

Und so gilt mein Abschlussplädoyer vor allem Bauherren und allen, die eine größere Umgestaltung in Auftrag geben. Geht nicht davon aus, dass ein Architekt alle Voraussetzungen mitbringt auch bei der Innenraumgestaltung eine gute Arbeit abzuliefern. Die beiden Bereiche sind, obgleich sie in einer Branche zusammengefasst sind, doch unterschiedlich und haben ihre spezifischen Anforderungen.
Ich für meinen Teil käme ja auch nicht auf die Idee, die Struktur eines Hauses zu entwerfen und Architekt zu spielen.

Und solltest du ein Arzt, Heilpraktiker, Physiotherapeut, Logopäde oder Ergotherapeut sein, so überlege dir vor der nächsten Umgestaltung deiner Praxis ganz genau, für wen du diese Räume herrichten lässt und was du damit bezwecken willst. Vergiss nicht dabei deine Empathie zu nutzen und dich in die Gefühlswelt und die Bedürfnisse deiner Kunden, Patienten oder Klienten und auch deiner Mitarbeitenden zu versetzen. Denn es ist relevant mit welcher Raumwirkung wir uns umgeben. Du musst nicht im Detail wissen, wie es umgesetzt werden muss, aber du solltest in der Lage sein die Grundidee zu kommunizieren, so dass ein gestaltender Dienstleister diese Vorgabe erfüllen kann und dich bestmöglich dabei unterstützt dies in die Tat umzusetzen.

Also wie geht das jetzt besser?

Nun da ich dir von dieser eher unschönen Erfahrung berichtet habe, möchte ich dir noch einen Ausblick geben, wie es besser gehen kann. Wenn wir uns nämlich anschauen welche Spielräume wir auch in Hinblick auf gewisse Vorgaben im Gesundheitsbereich haben, sehen wir sehr schnell, dass „weiß“ keinesfalls die einzig mögliche Farbwahl ist.

Wenn wir uns beim Thema Farbe aufhalten, so ist natürlich auch die gängige Farbtheorie nicht weit. Was ich darüber denke, habe ich in Episode 7 „Das Thema Farbe“ genauer dargelegt, vielleicht magst du da im Anschluss auch mal reinhören. https://ks-wohndesign.com/podcast-farbe-und-farbwirkung

Es gibt aber noch so viel mehr Möglichkeiten. Gerade in Praxen, die keine akute Wundversorgung, ambulante Operationen oder sonstige hygienesensiblen Praktiken durchführen, haben wir durchaus auch bei den eingesetzten Materialien einen Spielraum. Selbstverständlich sollte alles gut zu reinigen und Desinfektionsfähig sein. Aber es gibt auch in diesem Bereich durchaus mehr als nur standardmäßige Plastikoberflächen und die Farbe weiß zur Auswahl.

Eine freundliche Umgebung mit warmen Akzenten und natürlichen Materialien ist deutlich angenehmer zu ertragen und vor allem mit mehr Entspannung verbunden. Wenn es um den Bereich Gesundheit und Heilung geht, dann ist ganz klar das Wohlbefinden an erster Stelle und Angst ist einer der größten Heilungsverhinderer. Das haben leider noch nicht alle im Heilberuf Tätigen begriffen und schüren diese Angst mit unbedachter Kommunikation auch noch. Lassen wir dann wenigstens die Raumsprache eine auffangende Wirkung entfalten und sorgen für ein wenig mehr Wohlgefühl in diesen Bereichen.

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und beobachte doch das nächste mal wenn du zum Arzt, Heilpraktiker oder Therapeuten gehst, wie wohl du dich in diesen Räumen fühlst und was dir vielleicht direkt auffällt. Wenn du mir deine Erlebnisse berichten magst, freue ich mich darüber natürlich noch mehr. Du kannst mir gerne eine E-Mail schreiben an info@ks-wohndesign.com

Wenn du selbst eine Praxis gestalten möchtest und dabei Unterstützung brauchst, freue ich mich auf deine Kontaktaufnahme und bin gespannt darauf, dich und dein Projekt kennen zu lernen.

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