Die Wohlfühl-Zone und warum sie wichtig für uns ist

Die Wohlfühl-Zone und warum sie wichtig für uns ist

Unser Zuhause ist der wichtigste Bezugspunkt für die meisten Menschen.
Es ist unser schützendes Umfeld und unser Rückzugsort. Aber auch ein Platz für Freude und ungezwungene Zeit mit der Familie und mit Freunden. Hier bilden wir Erinnerungen und erholen uns von den Anforderungen der Außenwelt. Somit bekommt der eigene Wohnbereich einen hohen Stellenwert, wenn es um unsere Gesunderhaltung und um unser Wohlbefinden geht. Und hier kommt die Wohlfühl-Zone ins Spiel. Es gibt inzwischen einen ganzen Forschungszweig, der sich mit den Auswirkungen unserer direkten Umgebung auf unsere Psyche und auf unser Verhalten beschäftigt.

Kombiniert man die Erkenntnisse aus der Architekturpsychologie mit den hervorragenden Materialien, die es inzwischen im Bereich gesundes Wohnen & Bauen gibt und ergänzt sie mit dem Wissen um ergonomisches und sinnvolles Design, kann man Wohn- und Arbeitsräume schaffen, die weit mehr können als nur Schutz und Funktionalität zu bieten.
Es entstehen Räume, die unsere Persönlichkeit unterstreichen und unterstützen, welche Platz für Entfaltung und Entwicklung bieten und die letztlich auch mithelfen, uns gesund zu erhalten.

Die wichtigsten Kriterien sind Licht, Luft und Materialeigenschaften. Diese drei Kriterien sinnvoll und stimmig zu kombinieren, ist aufgrund der schier endlosen Produkte auf dem Markt für einen Laien kaum zu schaffen. Es fehlt schlicht die Übersicht und die lautesten Marktschreier bieten nicht immer die beste Lösung. Somit ist fachliche Unterstützung in diesem Bereich inzwischen fast unumgänglich, um kostspielige Fehlkäufe zu vermeiden und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Freude am neuen Wohnraum soll ja möglichst lange anhalten.

Hier möchte ich dir schon einmal ein paar wichtige Tipps mitgeben, wie du deine Wohlfühl-Zone optimal gestalten kannst:

1. Aufräumen & Ausmisten

Die meisten können es vermutlich schon nicht mehr hören, aber wer sich zuhause wohlfühlen möchte, kommt um das Thema Ordnung nicht herum. Wir sind anfällig für „visuellen Lärm“ und dieser ist in unaufgeräumter Umgebung besonders hoch. Allerdings kann auch ein quietschbuntes Gemälde oder zu viele Gegenstände in einem Raum diesen visuellen Lärm verursachen ohne die Anwesenheit offensichtlicher Unordnung. Aber der wichtigste Punkt mit dem wir uns hier befassen wollen ist wirklich das Aufräumen von Dingen, die nicht an ihrem Platz sind bzw. keinen zugeordneten Platz haben.
Die wichtigste Regel hierbei ist: Alles bekommt ein Zuhause. Finde einen festen Ort für alle Dinge die du brauchst, magst oder unbedingt behalten möchtest. Und sorge dafür, dass sie nach Gebrauch auch direkt wieder dort hin gebracht und verstaut werden. Alles andere solltest du loswerden. Spende, verschenke oder verkaufe Dinge die noch gut erhalten sind und noch einen Wert für jemanden besitzen.

Wichtig ist es auch „versteckten“ Stauraum zu haben. Regale mit Türen oder schließbaren Schiebe-Elementen, Körbe oder Boxen mit Deckel um den Blick auf „Krimskrams“ abzuschirmen. Ein offenes Regal in dem alles ordentlich einsortiert ist, kann dennoch unheimliche Unruhe verbreiten. Da die Gegenstände zu viele unterschiedliche Texturen, Formen, Farben und Größen haben. Es ist besser geschlossene Schränke zu haben oder eine Mischung aus offen und geschlossen. Wobei dann darauf geachtet werden sollte, dass in den offenen Segmenten eine reduzierte und stimmige Auswahl an Gegenständen zu sehen ist. Das sollten Dinge sein, die du entweder gerne ansiehst, die thematisch gut zusammen passen, oder einfach dekorativ sind.

2. Gemütliches Ambiente für deine Wohlfühl-Zone

Um einem Raum Gemütlichkeit zu verschaffen, bedarf es manchmal nur kleiner Veränderungen. Weiche Materialien wie Kissen, Decken, Vorhänge oder Teppiche geben einem Raum Wärme und Behaglichkeit. Besonders wenn viele kalte Materialien und Farben im Raum vorherrschen, wie z.b Fliesen oder Steinböden, Glas, Keramikoberflächen, Metall, Beton, viel Weiß oder Blau aber auch kühle Grautöne. Auch das einbringen von Holz und Pflanzen ist eine gute Möglichkeit einen Raum mit Leben und Wohlfühlfaktor auszustatten. Hier empfiehlt es sich z.b mit pflegeleichten Grünpflanzen zu arbeiten. Oder wenn man so gar keinen „grünen Daumen“ hat, können auch hochwertige Kunstpflanzen den optischen Reiz erfüllen und uns die „Natur“ ins Haus holen.

3. Die richtige Dekoration zum Wohlfühlen

Beim Thema Deko ist weniger oft mehr. Am besten funktionieren ungerade Anzahlen und unterschiedliche Höhen. Farblich abgestimmte Arrangements können einem Raum optisch den letzten Schliff geben. Wohingegen überladene und zu „laute“ Kreationen den gegenteiligen Effekt haben. Für den Wohlfühl-Faktor bewährt, haben sich besonders Kerzen in Gläsern oder hübschen Kerzenhaltern. Raumdüfte mit Holzstäbchen geben kontinuierlich Duft ab, ohne überwältigend zu wirken.

4. Funktionalität der Räume

Das klingt jetzt erstmal total langweilig und unsexy, wenn wir uns doch eigentlich mit Wohlfühl-Zone beschäftigen möchten. Allerdings darf nicht unterschätzt werden, welche gravierenden Auswirkungen eine schlechte Funktion der Räume auf unser Wohlbefinden hat. Wenn wir z.b ständig um Möbel herumgehen müssen, die in wichtigen Verbindungswegen stehen, oder wir beim Arbeiten in der Küche eine unpraktische Anordnung der Geräte und Schränke vorfinden, kann sich das sehr negativ auf unser Wohlbefinden auswirken. Es fühlt sich dann alles umständlich und nicht fließend an. Wenn Räume gemieden werden und ungern in das tägliche Leben und Wohnen eingebunden sind, spricht vieles dafür, dass diese Räume keine gute Funktionalität aufweisen. Oder aber die Raumaufteilung im Ganzen ist ungeschickt gewählt. Um diese Probleme zu verbessern ist oft professionelle Hilfe nötig. Ein erster Schritt ist aber eine Bestandanalyse. Das kann man anhand folgender Fragen schonmal versuchen selbst anzugehen:

-Wie viele Menschen leben in meinem Haushalt und sind sie oft zur selben Zeit zuhause
-Welche Tätigkeiten sollen in diesem Raum ausgeführt werden
-Wie werden diese Tätigkeiten ausgeführt? (Möglichst klaren Ablauf überlegen, dann findet man oft die Fehler und unpraktischen Bereiche)
-Welche Funktionen soll der Raum erfüllen? (ist im Wohnzimmer z.b auch ein Arbeitsplatz oder ein Spielbereich integriert. Und was bedeutet das für die Menschen, die ihn gleichzeitig benutzen.)

Wenn du diese Punkte berücksichtigst kommst du deiner Wohlfühl-Zone schon ein ganzes Stück näher.

Falls du Hilfe brauchst beim Umsetzen oder dir die Ideen fehlen wie deine Räume am besten zu deinem Wohlbefinden beitragen können, dann findest du hier meinen Service mit dem ich dir sehr gerne behilflich bin: https://ks-wohndesign.com/service-leistungen

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